{} }
Zum Inhalt springen

2:1-Erfolg gegen Werder - Kiezkicker bestehen Härtetest vor dem Ligastart

Im letzten Härtetest vor dem Ligastart beim VfL Bochum (Freitag, 28.7., 20:30 Uhr) empfing der FC St. Pauli am Sonnabend (22.7.) den SV Werder Bremen. Aziz Bouhaddouz erzielte vor 20.026 Zuschauern die Führung für unseren FCSP (22.). Dem SVW gelang nach der Pause durch den eingewechselten Fin Bartels der Ausgleich (55.), ehe erneut Bouhaddouz den 2:1-Siegtreffer (68.) erzielte und so für einen positiven Abschluss der Saisonvorbereitung sorgte.

Wie ankündigt, um sich vor dem Ligastart weitere Eindrücke zu holen, schickte Cheftrainer Olaf Janßen bei der Generalprobe neben Keeper Robin Himmelmann auch die später in die Vorbereitung eingestiegenen Aziz Bouhaddouz und Mats Møller Dæhli sowie den zwischenzeitlich verletzten Luca Zander von Beginn an auf den Rasen. Der 50-Jährige entschied sich für ein 4-4-2 mit Bouhaddouz und Sami Allagui als Sturmspitzen. Gäste-Trainer Alexander Nouri entschied sich für ein und 3-5-2 und damit für eine Dreierkette. Ex-Kiezkicker Max Kruse stand als Kapitän in der Startelf, Fin Bartels nahm zunächst auf der Ersatzbank Platz.

Dann rollte der Ball auf dem perfekt vorbereiteten Rasen des Millerntors. Die erste Halbchance hatte die Janßen-Elf: Nach Flanke von Daniel Buballa stieg Bouhaddouz am höchsten, sein Kopfball aus zehn Metern für SVW-Keeper Jiri Pavlenka aber leichte Beute (4.). Auf der Gegenseite musste sich Himmelmann ordentlich strecken, um einen 22-Meter-Schuss von Aron Johannsson zu parieren – klappte aber (8.). In der Folge neutralisierten sich beide Teams, beide Abwehrreihen standen kompakt und ließen vorerst keine weitere Torchance zu.

Dann schlugen die Braun-Weißen eiskalt zu. Nach einem Ballverlust der Gäste legte die Janßen-Elf einen perfekten Konter hin. Allagui hätte durchaus selbst abschließen können, im Strafraum legte er aber noch mal quer zu Bouhaddouz und der ließ Pavlenka mit einem platzieren Flachschuss ins linke Eck keine Abwehrchance – 1:0 (22.)! Die Führung auch in der Folgezeit verdient, weil die Kiezkicker im Kollektiv stark verteidigten und der Bremer Offensive um Kruse einfach kein Mittel fand.

Ein ruhender Ball musste her. Florian Kainz jagte den Ball scharf aus dem Halbfeld in den Strafraum, Luca Caldirola kam zum Kopfball und... Himmelmann packte sicher zu – weiter 1:0 (32.). Die Nouri-Elf hatte anschließend etwas mehr vom Spiel, Chancen ergaben sich aber nur noch für die Janßen-Elf. Erst parierte Pavlenka einen Bouhaddouz-Freistoß (41.), dann zielte Sobota nach einem Konter etwas zu ungenau, der Ball strich gut zwei Meter am langen Pfosten vorbei (44.). Kurz darauf ertönte der Halbzeitpfiff.

Sami Allagui zeigte eine gute Leistung, hier setzte sich der Angreifer gegen Bremen Ulisses Garcia durch.

Sami Allagui zeigte eine gute Leistung, hier setzte sich der Angreifer gegen Bremen Ulisses Garcia durch.

Während Janßen für die zweite Hälfte keine Änderungen vornahm, schickte SVW-Coach Nouri gleich vier neue Akteure aufs Feld, darunter auch Bartels. Kaum auf dem Rasen legte der Ex-Kiezkicker sehenswert per Hacke für Kainz auf, der freistehend an Himmelmann scheiterte – das hätte das 1:1 sein müssen (49.). Nur 60 Sekunden später ließ sich Allagui auf der Gegenseite als Torschütze feiern, doch der von Hertha BSC gekommene Angreifer stand im Abseits (50.).

Dann zappelte der Ball doch im Netz, leider im FCSP-Gehäuse. Die Bremer nutzten einen Ballverlust der Janßen-Elf eiskalt aus, am Ende war es Bartels, der eine mustergültige Vorlage von Theodor Gebre Selassie aus sieben Minuten über die Linie drückte – 1:1 (55.). Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit nahm Janßen die ersten beiden Wechsel vor. Jan-Philipp Kalla und Cenk Sahin kamen für Zander und Møller Dæhli in die Partie.

Das Duo stand gerade mal fünf Minuten auf dem Rasen, da konnten sie schon das 2:1 bejubeln. Nach einem Sobota-Freistoß bekam die SVW-Defensive den Ball einfach nicht aus dem Strafraum, Bouhaddouz war zur Stelle und jagte das Leder aus sieben Metern in die Maschen – 2:1 (68.). Kurz darauf die nächsten Wechsel: Kyoungrok Choi ersetzte Allagui (71.) und Johannes Flum kam für Nehrig (72.). Auf Seiten der Gäste verließ Kruse den Platz, für ihn Yuning Zhang neu im Spiel (71.).

Die Janßen-Spiel stand defensiv weiter sehr stabil und ließ nichts zu, auf der Gegenseite bot sich Bouhaddouz dann die Chance, auf 3:1 zu erhöhen. Der Angreifer jagte einen 25-Meter-Freistoß nur hauchdünn am oberen linken Eck vorbei – da hatte nicht viel gefehlt (79.). Die Schlussminuten brachen an und es war klar: Den siebten Sieg im siebten Vorbereitungsspiel wollten sich die Elf von Olaf Janßen, der in der Schlussphase drei weitere Wechsel vornahm, nicht nehmen lassen. Kur zuvor dem Abpfiff hatte Lasse Sobiech nach einer Ecke Pech, sein Kopfball zum möglichen 3:1 wurde gerade noch vor der Linie geklärt. Anschließend war aber Schluss - 2:1 für unseren FCSP!

Die Highlights und Stimmen der Partie sind ab sofort auf fcstpauli.tv abrufbar.

 

FC St. Pauli

Himmelmann - Zander (63. Kalla), Hornschuh (84. Schoppenhauer), Sobiech, Buballa - Sobota (84. Park), Nehrig (72. Flum), Buchtmann (81. Neudecker), Møller Dæhli (63. Sahin) - Allagui (71. Choi), Bouhaddouz

Cheftrainer: Olaf Janßen

 

SV Werder Bremen

Pavlenka – Veljkovic, Caldirola, Sané – Bauer (46. Gebre Selassie), Bargfrede, Gondorf (46. Delaney), Kainz, Garcia (46. Augustinsson) – Johansson (46. Bartels), Kruse (71. Zhang)

Cheftrainer: Alexander Nouri

 

Tore: 1:0 Bouhaddouz (22.), 1:1 Bartels (55.), 2:1 Bouhaddouz (68.)

Gelbe Karten: Sobiech / Sané

Schiedsrichter: Robert Schröder

Zuschauer: 20.026

 

(hb)

Fotos: Witters

Anzeige

Congstar
Under Armour
Astra
Levi's
Under Armour
bwin
Jack Daniel's