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Kiezkicker erkämpfen und erspielen drei Punkte am Millerntor gegen Schalke – Herbstmeister

In einem sehr intensiven Spiel konnten die Boys in Brown am Sonnabend (4.12.) die drei Punkte gegen den FC Schalke 04 am Millerntor behalten. Mit einem Doppelpack brachte Guido Burgstaller (20., 39.) die Kiezkicker vor 19.950 Zuschauer*innen in der ersten Halbzeit in Führung. Ex-Kiezkicker Rodrigo Zalazar konnte noch verkürzen (75.), doch am Ende blieben die Kiezkicker obenauf. Der Rest war Jubel.

Im Vergleich zum 3:2-Auswärtserfolg beim 1. FC Nürnberg in der vergangenen Woche, änderte sich die Startaufstellung der Kiezkicker gegen den FC Schalke 04 auf lediglich einer Position. Für Sebastian Ohlsson startet Luca Zander auf der Position des Rechtsverteidigers.

Die Partie begann lebhaft und körperbetont. So sah Daniel-Kofi Kyereh bereits in der zweiten Minute die Gelbe Karte für ein Foulspiel im Mittelfeld. Auch in der Folge blieb die Partie schwungvoll. Dabei hatten die Kiezkicker in der Regel den Ball und versuchten die Schalker Reihen spielerisch zu durchbrechen. Die erste große Möglichkeit und gleichzeitig der erste Torschrei war folgerichtig auf Seiten der Kiezkicker. Nach einer scharfen Hereingabe von Jackson Irvine wühlte sich Igor Matanovic durch den Strafraum und musste nur noch einschieben. Guido Burgstaller jedoch kam ihm zuvor und netzte ein. Dabei stand unser Stürmer jedoch im Abseits und das Tor wurde nicht anerkannt (6.). Schade, das wäre es natürlich gewesen.

Doch in der 20 Spielminute war es dann so weit. Von Matanovic mit einem starken Pass über die Abwehr in Szene gesetzt, machte sich Burgstaller auf den Weg in den Strafraum und schloss mit Wucht und Präzision ab. Der Ball landete unhaltbar für Keeper Martin Fraisl in der linken unteren Ecke. Das Millerntor bebte. Doch nur kurze Zeit später hatten die Gäste direkt die Chance auf den Ausgleich. Ausgerechnet Rodrigo Zalazar stand nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Strafraum urplötzlich frei vor Nikola Vasilj. Doch der ehemalige Kiezkicker verzog und der Ball landete über dem Tor (22.).

In der Folge beruhigte sich die Partie ein wenig, doch die Boys in Brown waren zu jeder Zeit in der Lage, gefährliche Akzente zu setzen. So war es Kyereh, der mit einer Direktabnahme nach Hereingabe von Irvine dem zweiten Tor sehr nahekam. Keeper Fraisl hatte aber seine Fingerspitzen noch dran (29.).

Keine Chance hatte Fraisl nur zehn Minuten später. Eine kurze ausgeführte Ecke konnte Leart Paqarada auf den ersten Pfosten schlagen. Dort ging Burgstaller hoch und der Ball rutsche von seinem Kopf ins lange Eck. (39.) Doppelpack. 2:0-Führung. Was für ein Spiel. Bis zur Halbzeit passierte nichts mehr uns so ging es für die Kiezkicker mit einer Führung in die Kabine.

Große Atmosphäre und ein intensives Spiel

Große Atmosphäre und ein intensives Spiel

Dass ein 2:0 trügerisch sein kann, zeigte sich kurz nach dem Wiederanpfiff. Plötzlich stand Aydin frei vor Nikola Vasilj. Aus dem halbrechten Raum zog der Schalker ab, doch er fand seinen Meister in unserem Keeper (46.). Puh! Aber auch die Boys in Brown verwalteten keineswegs. Nach einem Ballgewinn von Irvine ging es schnell in die andere Richtung. Am Ende war es Burgstaller, der abzog. Durch ein Bein der Schalker wurde der Ball richtig gefährlich, doch Fraisl war zur Stelle (56.).

Die Schalker hatten in dieser Phase des Spiels etwas mehr Ballbesitz, doch die Boys in Brown konterten gefährlich. So schickte Burgstaller den durchstartenden Kyereh, der mit Tempo in den Strafraum zog. Am Ende gelang der Ball wieder zur Burgstaller, der humorlos abzog. Marcel Hartel kam mit einem langen Bein noch an den Ball und die Kugel klatsche an den Pfosten Doch gezählt hätte der Treffer nicht, Hartel stand im Abseits (63.).

15 Minuten vor Schluss wurde es dann noch einmal richtig aufregend, denn die Schalke konnten verkürzen. Nach einer Flanke von Thomas Ouwejan hielt Ex-Kiezkicker Rodrigo Zalazar den Kopf und traf für Schalke 04 (75.). Nur acht Minuten später fast der Ausgleich. Nach einem Ballverlust der Kiezkicker schaltete Schalke schnell um und der Ball landete bei Ouwejan. Seine Flanke wurde abgefälscht und senkte sich unhaltbar hinter Vasilj in den Kasten. Doch da Marvin Pieringer vorher im Abseits stand, zählte der Treffer nicht (84.). Durchatmen.

Es folgte eine intensive Schlussphase. Die Schalker drängten auf den Ausgleich und die Kiezkicker warfen sich mit allem, was sie hatten, in jeden Ball. Kurz vor Schluss hatte der eingewechselte Simon Makienok noch die Chance auf die Entscheidung, doch er verzog (90.+1). Am Ende reichte es und drei Punkte blieben nach vierminütiger Nachspielzeit am Millerntor.

FC St. Pauli

Vasilj – Zander, Lawrence, Ziereis, Paqarada – Smith, Irvine, Hartel, Kyereh (90. Kyereh) – Burgstaller (90. Buchtmann), Matanovic (73. Dittgen)

Co-Trainer: Loïc Favé

 

FC Schalke 04

Fraisl – Thiaw, Itakura, Kaminski – Aydin (73. Ranftl), Palsson (73. Latza), Ouwejan, Drexler, Zalazar – Pieringer. Dadashov (81. Topp)

Co-Trainer: Sven Piepenbrock

 

Tore: 1:0, 2:0 Burgstaller (20., 39.), 2:1 Zalazar (75.)

Gelbe Karten: Kyereh / Thiaw, Zalazar

Schiedsrichter: Marco Fritz

Fans: 19.950

 

(lf)

Fotos: Witters

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