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4:4 in Karlsruhe - turbulentes Unentschieden zum Jahresabschluss

In einem aufregenden und torreichen Spiel trennte sich der FCSP am Sonnabend (12.11.) vom Karlsruher SC mit 4:4 (3:3). Nach der frühen 2:0-Führung für den KSC, erzielt durch Fabian Schleusener (12.) und Marvin Wanitzek (16.), verkürzte Johannes Eggestein für den FCSP (24.). Schleusener erhöhte abermals (31.), doch Eggestein (35.) und Eric Smith (43.) glichen noch vor der Pause aus. Nach dem Seitenwechsel traf Mikkel Kaufmann für den KSC (49.), doch Lukas Daschner (61.) konnte wiederholt egalisieren. So hieß es vor 21.487 Zuschauer*innen 4:4 im letzten Spiel des Jahres.

Für die letzte Partie des Jahres 2022 nahm Cheftrainer Timo Schultz zwei Änderungen im Vergleich zum 0:0 gegen Holstein Kiel am vergangenen Dienstag (8.11.) vor. Für Connor Metcalfe spielte Afeez Aremu. Entsprechend rückte Jackson Irvine im Mittelfeld eine Position nach vorne. Im Sturm startete Lukas Daschner für David Otto, der auf der Bank Platz nahm. Die Partie beim KSC begann mit knapp 15 Minuten Verzögerung. Grund waren schlechte Sichtverhältnisse nach jeder Menge Pyrotechnik im Fanblock des Karlsruher SC.

Der FCSP startete mit viel Ballbesitz und Dominanz in die Partie. Und so spielten sich die ersten Minuten ausschließlich in der Hälfte des KSC ab. Entsprechend konnte die erste dicke Möglichkeit der Partie auf Seiten der Elf von Timo Schultz verzeichnet werden. Nach einer Flanke von Jackson Irvine legte Lukas Daschner mit dem Kopf im Strafraum zurück auf Marcel Hartel. Dieser zog direkt per Volley ab, traf aber nur die Latte (6.).

Startete der FCSP mit viel Druck und Wucht stand es nach 12 Minuten 1:0 für den KSC. Nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte stand Fabian Schleusener frei vor Keeper Nikola Vasilj, zeigte keine Nerven und vollendete mit einem Schuss unter die Latte. Und um die Anfangsphase komplett auf den Kopf zu stellen, legte der KSC vier Minuten später nach. Nach einem Konter kam Marvin Wanitzek im Strafraum an den Ball und traf zum 2:0 (16.).

In der Folge brauchten die Spieler von Timo ein paar Minuten, um den Schock zu verdauen, doch in der 24. Minute meldeten sie sich endgültig zurück. Lukas Daschner nahm eine Flanke technisch ansehnlich an und zog ab. Weil er den Ball jedoch nicht richtig traf, landete die Kugel bei Johannes Eggestein. Unser Stürmer stand goldrichtig und verkürzte auf 2:1. Weil das Schiedsrichter-Gespann um Florian Lechner auf Abseits entschied, meldete sich der VAR. Nach einer gefühlten Ewigkeit schaut sich Lechner die Szene selbst am Bildschirm an und entschied, dass der Treffer zählt.

Doch der KSC antwortete nur wenigen Minuten später. In Folge eines Einwurfes auf der rechten Seite kam Wanitzek an den Ball. Im Strafraum legte dieser quer auf Schleusener, der mit dem ersten Ballkontakt auf 3:1 erhöhte (31.). Dieses Spiel bot kaum Möglichkeiten zum Durchatmen, denn vier Minuten nach dem erneuten Rückschlag, war es wieder Eggestein, der erneut verkürzte. Vorbereitet durch Hartel und Saliakas kam Eggestein vor dem Strafraum an Ball. Nach einem kurzen Dribbling stand unser Angreifer vor Gersbeck und tunnelte den Keeper vom KSC (35.).

Das war es aber noch immer nicht in der ersten Hälfte. Die Elf vom Timo Schultz bewies eine großartige Moral und drängte auf den Ausgleich. Und das wurde belohnt. Nach einer Ecke stieg Marcel Beifus hoch und verlängerte den Ball an den zweiten Pfosten. Dort hielt Eric Smith seinen Fuß rein und erzielte den verdienten 3:3-Ausgleich (43.). Was für eine Halbzeit. In der Folge schien es so, als müssten sich alle beteiligten von den vorausgegangenen Geschehnissen erholen und so passierte nicht mehr viel. Mit 3:3 ging es in die Kabinen.

Schiedsichter Lecher entscheidet auf Tor, Wanitzek und Saliakas stehen daneben

Florian Lechner entscheidet auf Tor von Johannes Eggestein

Ohne personelle Veränderung kam der FCSP aus der Halbzeit. Gleich blieb auch die Reihenfolge der erzielten Tore im Wildpark. In der 49. Minute erhöhte der KSC auf 4:3. Auf der rechten Seite wurde Mikkel Kaufmann freigespielt. Mit ein wenig Anlauf nahm er Maß und traf ins linke untere Eck neben den Pfosten. Doch das war es natürlich noch nicht.

Der FCSP steckte nicht auf und belohnte sich in der 61. Minute. Mit einem wunderbaren Doppelpass mit Eggestein spielte sich Daschner im 16er der Gastgeber frei. Aus halbrechter Position zögerte er nicht lang und glich trocken zum 4:4 aus. Auch in der Folge zeigte sich ein gewohntes Bild. Die Elf von Timo Schultz mit mehr Ballbesitz und der Spielkontrolle. So hatte Leart Paqarada in der 69. Minute die nächste Möglichkeit per Freistoß. Sein Versuch ging aber knapp neben den rechten Pfosten am Tor vorbei.

Beide Teams mussten dem hohen Tempo und dem tiefen Boden in den letzten 20 Minuten der Partie Tribut zollen und so passierte eine Zeit lang nicht viel. Erst in den letzten Minuten erhöhten die Gastgeber noch einmal das Tempo und kamen ein ums andere Mal gefährlich in die Nähe des Tores von Nikola Vasilj. Die größte Chance der Nachspielzeit auf drei Punkte hatte dann aber doch wieder der FCSP durch den eingewechselten Luca Zander. Doch sein Schuss wurde von Gersbeck zur Ecke geklärt (90.+1). Danach passierte nichts mehr und die Teams trennten sich 4:4. Was für ein Spiel!

Karlsruher SC

Gersbeck – Thiede, Franke, Kobald, Heise (77. Jung), - Breithaupt (46. Ballas), Gondorf, Wanitzek, Choi (78. Nebel), Kaufmann (66. Batmaz), Schleusener

Cheftrainer: Christian Eichner

 

FC St. Pauli

Vasilj – Saliakas (85. Saliakas), Dźwigała, Smith, Beifus, Paqarada – Aremu (81. Metcalfe), Hartel, Irvine – Daschner (81. Amenyido), Eggestein (71. Otto)

 

Cheftrainer: Timo Schultz

 

Tore: 1:0 Schleusener (12.), 2:0 Wanitzek (16.), 2:1 Eggestein (24.), 3:1 Schleusener (31.), 3:2 Eggestein (35.), 3:3 Smith (43.), 4:3 Kaufmann (49.), 4:4 Daschner (61.)

Gelbe Karten: Franke/Dzwigala

Fans: 21.487

 

(lf)

Fotos: Witters

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