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2:2 gegen Karlsruhe: Kiezkicker geben 2:0-Führung aus der Hand

Den vierten Heimsieg spät aus der Hand gegeben! Der FC St. Pauli hat sich vor 29.546 Zuschauern am ausverkauften Millerntor mit 2:2-Unentschieden vom Karlsruher SC getrennt. Nachdem Dimitrios Diamantakos mit zwei Foulelfmetern vorlegte (50., 61.), glichen Marc Lorenz (85.) und Marvin Pourié (90.+1) mit ihren Toren spät aus. 

Nach der 1:2-Niederlage im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt wollten die St. Paulianer unbedingt auf die gute zweite Halbzeit am Mittwochabend (30.10.) gegen den Bundesligisten aufbauen. Cheftrainer Jos Luhukay entschied sich wie schon in den vorherigen Spielen der Englischen Woche stark zu rotieren und nahm personell fünf Veränderungen vor. Dadurch standen Robin Himmelmann, Luca Zander, Finn Ole Becker, Ryo Miyaichi und Dimitrios Diamantakos wieder in der Startelf. Außerdem kehrten die Boys in Brown in ihrer Verteidigungsreihe zu einer Viererkette zurück.

Die Braun-Weißen lieferten einen munteren Beginn und kamen durch Waldemar Sobota zu den ersten beiden Torchancen der Begegnung (4., 5.). Auf der anderen Seite stürmte Himmelmann mutig aus seinem Kasten und verhinderte gegen Marvin Wanitzek, mit dem er zusammenstoß, einen möglichen Rückstand (15.). Die beste Möglichkeit der Anfangsphase gehörte Diamantakos, der nach einem traumhaften Zuspiel von Becker alleine vor dem Tor um Haaresbreite vorbeischob (16.).

Die Luhukay-Elf war die optisch überlegene Mannschaft mit dem besseren Zug zum Tor. Die Gäste kamen hingegen selten zu klaren Torchancen. Kyoungrok Choi testete Himmelmann, der seinen Linksschuss aus über 20 Metern jedoch problemlos parierte (26.). Wenn die Kiezkicker in die Gefahrenzone des KSC eindrangen, wurde es hingegen wesentlich zwingender. Waldemar Sobota kam aus halblinker Position an der Strafraumkante zum Abschluss, doch Benjamin Uphoff war blitzschnell unten (34.). Weil den St. Paulianern der letzte Punch im Abschluss fehlte, ging es ohne Tore in die Pause.

Finn Ole Becker war einer von fünf Kiezkickern, der in die Startelf zurückkehrte.

Finn Ole Becker war einer von fünf Kiezkickern, der in die Startelf zurückkehrte.

Dafür ging es nach dem Seitenwechsel spektakulär los. Marco Thiede brachte Daniel Buballa im Strafraum zu Fall und Schiedsrichter Christof Günsch entschied auf Strafstoß. Nach dreiminütiger Überprüfung durch den Videoschiedsrichter inklusive Check in der Review Area durfte Diamantakos antreten und schob das Kunstleder flach unten links ein (50.). Nur elf Zeigerumdrehungen später stand der Grieche wieder am Elfmeterpunkt bereit. Lukas Fröde traf beim Klärungsversuch Miyaichi im Gesicht, sodass es den zweiten Strafstoß gab. Diamantakos entschied sich für die Mitte und erhöhte auf 2:0 (61.). Die Antwort der Karlsruher ließ lange auf sich warten, hatte es dafür aber in sich.

Zunächst verfehlte Daniel Gordon nach einer Wanitzek-Ecke knapp (71.), dann verfehlte der eingewechselte Marvin Pourié alleine vor Himmelmann nach exzellentem Zuspiel von Christoph Kobald den Kasten (75.). In der Schlussphase verpasste Diamantakos seinen Hattrik, weil Uphoff parierte. Im Nachschuss ließ Miyaichi den Matchball liegen und schoss aus fünf Metern über den Kasten (84.). Fast im Gegenzug kamen die Gäste zurück ins Spiel, indem Marc Lorenz mit einem strammen Linksschuss flach einnetzte (85.). In der fünfminütigen Nachspielzeit gelang Joker Pourié nach einem Eckball von Wanitzek der Ausgleich (90.+1). Anschließend drückte der KSC sogar auf den Siegtreffer, weswegen sich die Kiezkicker mit einem 2:2-Unentschieden begnügen mussten. 

FC St. Pauli

Himmelmann – Zander, Østigård, Buballa, Penney (29. Ziereis) – Flum, Becker – Miyaichi, Møller Dæhli (86. Veerman), Sobota (80. Lankford) – Diamantakos

Cheftrainer: Jos Luhukay

 

Karlsruher SC

Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach (77. Camoglu) – Wanitzek, Fröde (77. Fink), Kobald, Lorenz – Choi (64. Pourié), Hofmann

Cheftrainer: Alois Schwartz

 

Tore: 1:0 Diamantakos (50., FE), 2:0 Diamantakos (61., FE), 2:1 Lorenz (85.), 2:2 Pourié (90.+1)

Gelbe Karten: Flum, Buballa / Kobald, Fröde

SR: Christof Münsch

Zuschauer: 29.546 (ausverkauft)

 

(ms)

Fotos: Witters

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