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0:0 - Kiezkicker trennen sich torlos vom MSV Duisburg

Nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen hat der FC St. Pauli im Heimspiel gegen den MSV Duisburg den erhofften Sieg verpasst. Im ausverkauften Millerntor-Stadion vergaben die Boys in Brown vor allem zu Beginn des Spiels gute Möglichkeiten, kurz vor dem Abpfiff verpasste der eingewechselte Jan-Marc Schneider (86.) den Siegtreffer.

Nach der Länderspielpause nahm Cheftrainer Markus Kauczinski im Vergleich zur 0:4-Niederlage beim SV Sandhausen für das Heimspiel gegen den MSV Duisburg drei Veränderungen vor. Florian Carstens rückte für Luca Zander (Saisonaus nach Schulter-OP) hinten rechts in die Viererkette, Ersin Zehir ersetzte Jeremy Dudziak (Bank) im defensiven Mittelfeld und Ryo Miyaichi begann anstelle von Kevin Lankford (Bank).

Bei besten äußeren Bedingungen – der Himmel wolkenlos, dazu angenehme zehn Grad – starteten die Kiezkicker richtig gut in die Partie. Nach 50 Sekunden erwischte Alex Meier eine flache Hereingabe von Miyaichi nicht richtig (1.). Kurz darauf bediente Mats Møller Dæhli, der zuvor einige Duisburger im Strafraum stehen ließ, wiederum Meier. Der Angreifer geriet leicht in Rückenlage und setzte das Leder aus neun Metern knapp drüber (5.). Weiter unser FCSP: Nach Vorlage von Christopher Buchtmann verpasste der aufgerückte Justin Hoogma aus acht Metern die Führung, MSV-Kapitän Gerrit Nauber hatte gerade noch sein Bein dazwischen (6.).

Die Duisburger steckten den braun-weißen Sturmlauf gut weg und legten kurz darauf selbst den Vorwärtsgang ein. Doch Cauly Oliveira Souza (8.) und John Verhoek (10.) hatten bei ihren Versuchen zu wenig Zielwasser getrunken. Souza probierte es nach einem Konter dann aus 20 Metern, der Ball klatschte Daniel Buballa auf Höhe der Strafraumkante an die Hand – Schiedsrichter Bastian Dankert ließ weiterspielen (13.). Wieder rüber auf die andere Seite, wo das Leder über Meier und Møller Dæhli zu Carstens gelangte. Der mitgelaufene Rechtsverteidiger fasste sich ein Herz aus der Distanz, zielte aber gut zwei Meter zu hoch (18.).

Im Anschluss verlor die Partie an Tempo – viele Zweikämpfe prägten das Spielgeschehen, defensiv ließen beide Teams in der Folge wenig zu. Ein Raunen ging zwischendurch aber durchs Stadion, als der im Fünfmeterraum lauernde Havard Nielsen eine Hereingabe nicht erwischt hatte und die Kiezkicker klären konnten (22.). Auf der Gegenseite sprang nicht mehr als ein Schuss von Daniel Buballa, der geblockt werden konnte, heraus (31.). In Minute 38 dann noch einmal die Braun-Weißen: Møller Dæhli legte raus zu Carstens, dessen Hereingabe erreichte Meier. Der Angreifer probierte es per Hacke, doch MSV-Keeper Felix Wiedwald war zur Stelle (38.). Es war die letzte nennenswerte Szene, mit dem 0:0 verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Kabinen.

Ersin Zehir im Duell mit Ex-Kiezkicker John Verhoek.

Ersin Zehir im Duell mit Ex-Kiezkicker John Verhoek.

Personell unverändert ging’s auf beiden Seiten in die zweiten 45 Minuten, unverändert auch die Partie. Torszenen blieben erst einmal Mangelware, weil beide Teams in der gegnerischen Hälfte die nötige Präzision im Passspiel vermissen ließen. Die Kiezkicker zwar mit einem leichten Übergewicht, aber ohne Durchschlagskraft im letzten Drittel. Als es dann mal schnell über Møller Dæhli, Zehir und Miyaichi ging, konnte Nauber Miyaichis Hereingabe im Strafraum blocken (55.).

Die Gäste kamen wenig später erstmals in Halbzeit zwei in den FCSP-Strafraum. Nach einem langen Ball von Nauber zog der aufgerückte Linksverteidiger Kevin Wolze aus spitzem Winkel ab – Außennetz (58.). Kurz darauf der erste Wechsel bei den Boys in Brown: Waldemar Sobota nun für Miyaichi dabei (61.). Über Buchtmann kam das Leder zu Sobota, der wieder zurück zu Buchtmann legte. Dessen leicht abgefälschten Schuss aus 14 Metern konnte Wiedwald entschärfen (66.). Nur drei Minuten später war es erneut Buchtmann, seinen Versuch konnte abermals Nauber entschärfen (69.).

Für die Schlussviertelstunde schickte Markus Kauczinski mit Jan-Marc Schneider für Alex Meier dann einen frischen Angreifer auf den Rasen (76.). Die Gäste konnten sich inzwischen etwas vom Druck der Kiezkicker befreien und hatten die Chance zur Führung. Andreas Wiegel brachte die Kugel von rechts in den Strafraum, doch Souza jagte das Leder aus aussichtsreicher Position deutlich drüber (82.). Auf der Gegenseite hatte Schneider das 1:0 auf dem Fuß. Nach einem hohen Ball in den Strafraum behauptete der Angreifer den Ball und kam aus 15 Metern zum Abschluss. Den zu zentral platzierten Ball konnte Wiedwald aber parieren (86.). Anschließend warf die Kauczinski-Elf noch mal alles nach vorne, es blieb jedoch beim 0:0.

FC St. Pauli

Himmelmann - Carstens, Avevor, Hoogma, Buballa - Knoll, Zehir - Miyaichi (61. Sobota), Buchtmann, Møller Dæhli - Alex Meier (76. Schneider)

Cheftrainer: Markus Kauczinski

 

MSV Duisburg

Wiedwald - Wiegel, Hajri, Nauber, Wolze - Souza (90.+2 Gyau), Fröde, Albutat, Schnellhardt - Nielsen (89. Iljutcenko) - Verhoek (72. Engin)

Cheftrainer: Torsten Lieberknecht

 

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Sobota, Carstens / Fröde, Nauber

Schiedsrichter: Dankert

Zuschauer: 29.546 (ausverkauft)

 

(hb)

Fotos: Witters

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