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Nichts zu holen an der Förde: Kiezkicker unterliegen Kiel mit 0:3

Nichts zu holen an der Förde. Beim Rückrundenauftakt musste sich der FC St. Pauli Holstein Kiel mit 0:3 geschlagen geben. Den Grundstein für den Erfolg legten die Gastgeber in der ersten Hälfte durch die Treffer von Fin Bartels (8.), Finn Porath (29.) und Benedikt Pichler (45.+1). Im zweiten Durchgang agierten die Kieler dann souverän und waren einem weiteren Treffer über weite Strecken näher als der FC St. Pauli, der keine Mittel mehr fand, um die Partie noch spannend zu gestalten.

Bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte verzichtete FCSP-Coach Timo Schultz auf Experimente und vertraute der gleichen Startelf, die in der Vorwoche bei Fortuna Düsseldorf aufgelaufen war. Bei den Gastgebern nahm Coach nach dem 2:2 gegen den SV Sandhausen hingegen zwei Änderungen in der Defensive vor. Hauke Wahl, der wegen eines Infekts fehlte, wurde durch Simon Lorenz vertreten und für Mikkel Kirkesov rückte Jonas Sterner in die Mannschaft.

Trotz der herbstlichen Temperaturen benötigten die Kiezkicker keine Aufwärmphase und tauchten direkt mehrfach gefährlich vor dem Kieler Tor auf. Bei den Abschlüssen von Jackson Irvine (2.) und Kofi Kyereh (3.) war Keeper Thomas Dähne jeweils zur Stelle und konnte zur Ecke klären. Bei einem durch Guido Burgstaller per Kopf verlängerten Schuss von Eric Smith wäre er wohl machtlos gewesen, doch der Ball ging knapp links vorbei (4.). Effektiver zeigten sich dann die Kieler, die durch einen Abstauber von Bartels in Führung gingen, nachdem Nikola Vasilj den Schuss von Lewis Holtby noch parieren konnte (8.).

Die Partie blieb auch in der Folge lebhaft mit Gelegenheiten auf beiden Seiten, wobei sich die Schultz-Elf teilweise zu viel Zeit mit dem Abschluss ließ und mehrere vielversprechende Situationen so verpufften. Mitte der ersten Halbzeit wurde es dann etwas ruhiger in den Strafräumen. Kiel wartete auf Konter, bei denen sich die Kiezkicker aber stets aufmerksam zeigten. Bei den eigenen Angriffsbemühungen fehlte es hingegen gerade bei den langen Bällen hinter die oft hochstehende Kieler Kette noch an Präzision.

Bei den Hausherren wurde es vor allem dann gefährlich, wenn Bartels involviert war. In der 27. Minute verpasste er noch per Kopf, leitete aber dann kurz darauf den nächsten Treffer durch Porath ein (29.), der einschieben konnte nachdem zuvor gleich mehrere St. Paulianer im Strafraum nicht entscheidend klären konnten. Fabian Reese hätte aus halbrechter Position sogar noch nachlegen können, zielte aber links am Tor vorbei (35.). Vor er Pause hätte Irvine beinahe verkürzt. Nach starker Vorarbeit von Burgstaller setzte der Australier seinen Schuss aber ebenfalls knapp daneben (41.). Ganz bitter wurde es dann in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs, als Pichler im Konter alleine vor Vasilj auftauchte, den Keeper umspielte und zum 3:0 einschob.

Das 0:1: Nikola Vaselj streckt sich beim Abstauber von Fin Bartels vergebens.

Das 0:1: Nikola Vaselj streckt sich beim Abstauber von Fin Bartels vergebens.

In der Pause reagierte Schultz mit einem dreifachen Wechsel. Hartel, Smith und Matanovic blieben in der Kabine. Dafür kamen Rico Benatelli, Finn Ole Becker und Christopher Buchtmann. Offensiv auffälliger blieben aber die Kieler, die durch Pichler (50.) und Bartels (51.) und den kurz zuvor eingewechselten Fiete Arp gleich mehrere gute Gelegenheiten hatten. In der jetzt hitziger werdenden Begegnung taten sich die Kiezkicker schwer, zu guten Abschlüssen zu kommen. Und so brachten die Versuche von Irvine (59.) und Buchtmann (60.) Dähne nicht in Bedrängnis.

Das Tempo der ersten Hälfte fehlte der Partie im zweiten Durchgang zunächst und wenn es gefährlich wurde, waren es meist die Kieler, wie beim Kopfball von Phil Neumann, den Vasilj stark über die Latte lenkte (68.). Auf der anderen Seite wurde es erst durch Benatelli nochmal eng, der aus der zweiten Reihe knapp verzog (79.), zuvor hätten aber auch Arp und dann Reese in der 77. Minute das Ergebnis weiter ausbauen können. Bis zum Abpfiff spielten beide Teams weiter nach vorne, ein Treffer fiel aber nicht mehr. So starteten die Kiezkicker mit einem Dämpfer in die Rückrunde, überwintern aber dennoch als Tabellenführer.

Holstein Kiel

Dähne - Neumann, Lorenz (71. Erras), Thesker, Sterner (71. Korb) - Bartels, Mühling, Holtby, Porath (63. Sander), Reese - Pichler (54. Arp)

Cheftrainer: Marcel Rapp

 

FC St. Pauli

Vasilj - Zander (67. Dittgen), Ziereis, Lawrence, Paqarada - Smith (46. Benatelli), Irvine, Hartel (46. Becker), Kyereh (78. Amenyido) - Burgstaller, Matanović (46. Buchtmann)

Cheftrainer: Timo Schultz

 

Tore: 1:0 Bartels (8.), 2:0 Finn Porath (29.), 3:0 Pichler (45.+1)

Gelbe Karten: Thesker, Arp / Ziereis, Paqarada, Dittgen

Schiedsrichter: Dr. Robin Braun (Wuppertal)

Fans: 8.700

 

(hbü)

Fotos: Witters

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