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Medić setzt die Schluss-Pointe: Kiezkicker ziehen in die 2. Runde des DFB-Pokals ein

Der FC St. Pauli ist in die 2. Runde des DFB-Pokals eingezogen. Vor 5.874 Zuschauer*innen in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena rangen die Kiezkicker den SV Straelen nieder. Beim 4:3-Erfolg über den Regionalligisten setzte Jakov Medić in der 90. Minute den Schlusspunkt, nachdem die Braun-Weißen nach einer Roten Karte gegen Manolis Saliakas (78.) in Unterzahl geraten waren. 

Das Trainerteam um Chefcoach Timo Schultz setzte darauf, dass sich die Elf der ersten beiden Spieltage noch besser zusammenfindet. Lediglich Betim Fazliji rückte im Vergleich zum 2:2-Unentschieden bei Hannover 96 für Adam Dźwigała in die Startformation.

Dem Publikum bot sich ein sehr kurzweiliger erster Durchgang, in dem die Boys in Brown die Favoritenrolle annahmen. Die Kiezkicker verlagerten das Geschehen weitestgehend in die gegnerische Hälfte. Nachdem ein Kopfball von Igor Matanović (1.) und ein Linksschuss von Jackson Irvine den Kasten noch verfehlten (7.), zeichnete sich Straelen-Schlussmann Kevin Kratzsch gegen Johannes Eggestein exzellent aus (13.).

Als ein Führungstreffer für die Schultz-Elf nur eine Frage der Zeit zu sein schien, schlug der Underdog eiskalt zu. Said Harouz steckte durch für Jaron Vicario, der per Linksschuss flach ins lange Eck vollstreckte (19.). Nach diesem Rückschlag mussten sich die Braun-Weißen kurz schütteln, Jakov Medić verhinderte in höchster Not sogar einen deutlicheren Rückstand (22.). Schließlich bedienten sich die St. Paulianer einer Standardsituation, bei denen sie ihrem Gegner sichtlich überlegen waren. Ein direkter Freistoß von Eric Smith landete abgefälscht im langen Eck (26.).

Kurz vor dem Seitenwechsel streichelte der Schwede einen weiteren ruhenden Ball ins Zentrum, wo Medić zur Führung einnickte (40.). Die Freue über den Treffer war allerdings nur von kurzer Dauer, weil die braun-weiße Hintermannschaft einmal mehr Defizite gegenüber einem tiefen Ball von Joep Munsters offenbarte und Amoros Nshimirimana von Fazliji nicht entscheidend am Ausgleich gehindert wurde (42.).

Chancenwucher im ersten Durchgang: Trotz bester Möglichkeiten bekamen die Kiezkicker "nur" zwei Mal über die Linie.

Chancenwucher im ersten Durchgang: Trotz bester Möglichkeiten bekamen die Kiezkicker "nur" zwei Mal über die Linie.

Auch wenn die Kiezkicker mit 16:5 Torschüssen und 70 Prozent Ballbesitz deutlich überlegen waren, reifte im Kopf des Außenseiters durch die beiden Tore der Gedanke, dass er dem Zweitligisten wehtun kann. Und tatsächlich gelang es den St. Paulianern nach dem Seitenwechsel nicht mehr, die Frequenz der Torchancen aus dem ersten Abschnitt aufrechtzuerhalten. Stattdessen sorgte einmal mehr das Umschaltspiel von Straelen für Gefahr, sodass Daschner einen Schuss von Marco Cirillo vor dem Einschlag mit dem Kopf klärte (52.).

Dafür zeigten sich der Favorit dieses Mal deutlich effektiver. Eggestein chippte das Leder auf den zweiten Pfosten, wo David Otto, der nur eine Minute zuvor eingewechselt worden war, die Kugel mit dem Kopf über die Linie drückte (62.). Kurz danach hätte Medić mit einem Kopfball nachlegen können, doch der SVS bereinigte die Situation auf der eigenen Torlinie (64.).

Es passte zu dieser Partie, dass es in der Schlussphase turbulent wurde: Erst verpasste Leart Paqarada, dessen Freistoß aus der Distanz an den Pfosten klatschte, die Vorentscheidung (74.), dann gerieten die Braun-Weißen in Unterzahl, weil Manolis Saliakas für ein Einsteigen gegen Toshiaki Miyamoto die Rote Karte sah - eine harte Entscheidung (78.). Kurz darauf kam der Regionalligist erneut zum Ausgleich, weil Vicario mit einem direkten Freistoß ins kurze Eck überraschte (80.).

Die Schluss-Pointe war dann aber einmal mehr den Kiezkickern vorbehalten - wieder nach einem ruhenden Ball. Ein Freistoß von Smith sprang vom Pfosten an den Rücken von Medić und von dort über die Linie (90.). Dieses Mal reichte der Vorsprung, um das Ticket für die 2. Runde zu lösen. 

 

SV Straelen

Kratzsch – Cirillo, Baraza, Päffgen, Miyamoto – Fionouke, J. Munsters (74. Ndiaye) – Mata, Vicario, Harouz – Nshimirimana (60. N. Munsters)

Cheftrainer: Sunday Oliseh

 

FC St.Pauli

Smarsch – Saliakas, Fazliji (90.+3 Dźwigała), Medić, Paqarada – Smith – Irvine, Hartel – Daschner (61. Boukhalfa) – Matanović (61. Otto), Eggestein (78. Zander)

Cheftrainer: Timo Schultz

 

Tore: 1:0 Vicario (19.), 1:1 Smith (26.), 1:2 Medic (40.), 2:2 Nshimirimana (42.), 2:3 Otto (62.), 3:3 Vicario (80.), 3:4 Medić (90.)

Gelbe Karten: Harouz, Ndiaye, Cirillo / -

Rote Karte: Saliakas (77., Foulspiel)

SR: Tom Bauer

Fans: 5874

 

(ms)

Foto: Witters

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