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"Heute haben wir es hinbekommen, 90 Minuten lang dominant zu spielen"

Dritter Heimsieg im dritten Heimspiel - keine Frage: Die Laune bei unseren Kiezkickern war nach dem Sieg gegen Jahn Regensburg bestens. Nach dem Spiel blickten Cheftrainer Timo Schultz, Doppeltorschütze Guido Burgstaller und Doppelvorlagengeber Kofi Kyereh, abgesehen von der Chancenverwertung, entsprechend zufrieden auf die Partie zurück.

Cheftrainer Timo Schultz: "Wir gehen als verdienter Sieger vom Platz und können heute rundum zufrieden sein. Es war von Anfang an eine sehr reife Leistung. Im Spiel mit dem Ball haben wir es immer wieder geschafft, die Seite zu wechseln und darüber gefährlich zu werden. Gegen den Ball, gerade im Moment eines Ballverlustes, haben wir es immer wieder geschafft, sofort ins Gegenpressing zu gehen. Damit haben wir Regensburg heute ein bisschen den Zahn gezogen. Nach Ballverlusten hatten wir immer viele Spieler in der Nähe. Gerade in der Schlussphase der ersten Halbzeit haben wir viele Bälle wiedergewonnen und uns Chancen erspielt. Das haben die Jungs heute schon gut gemacht. Guido war heute die ersten 20 Minuten überhaupt nicht im Spiel. Über zwei, drei gute Defensivaktionen hat er ins Spiel gefunden. Er muss nicht immer überragend spielen und trotzdem hat er seine drei, vier Aktionen. Er ärgert sich immer, wenn er eine Chance vergibt, das zeichnet ihn auch aus. Die Art und Weise, wie er spielt und die anderen Jungs mitreißt, ist für uns eminent wichtig. Es sind jetzt zehn Punkte nach fünf Spielen, das ist ein guter Start. Man sieht aber, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann. Heute hatten wir einen guten Tag und die Regensburger waren vielleicht nicht an ihrem Leistungslimit und dann gewinnen wir das. Im nächsten Spiel in Hannover kann das auch schon wieder anders laufen. Wir haben jetzt ein paar Tage Zeit, um durchzupusten. Einige Jungs reisen zu ihren Nationalmannschaften, andere können ihre Wehwehchen auskurieren."

Guido Burgstaller: "Der Sieg geht absolut in Ordnung und ist verdient. Insgesamt haben wir das Ding gut wegverteidigt. Wir hatten das Spiel im Griff, es gab aber auch ein paar Situationen, die brenzlig waren. Wir haben uns das Leben aber selbst schwer gemacht. Wir hatten etliche Torchancen, die wir nicht genutzt haben, und viele Situationen, wo der letzte Pass nicht angekommen ist. Sonst wäre der Sieg höher ausgefallen. Die Chancenverwertung war von uns allen heute nicht so gut. Ich muss den ersten Ball schon reinmachen, der geht an den Pfosten und raus. Als Stürmer musst du weiter dran glauben und die nächste Chance habe ich dann Gott sei Dank auch genutzt. Mit dem 2:0 war es dann erledigt. Ich kann mich bei Kofi nur bedanken, auch die erste Vorlage von ihm war überragend. Wenn man als Stürmer solche Mitspieler hat, ist es natürlich immer schön. Wir beide verstehen uns gut auf dem Platz, es macht richtig spaß, mit ihm zu kicken."

Daniel-Kofi Kyereh: "Wir haben von der ersten Minute gezeigt, was hier und heute der Plan ist. Wir haben gezeigt, dass wir mit der Unterstützung unserer Fans alles auf den Platz bringen und die drei Punkte hierbehalten wollen. Das haben wir eindrucksvoll gezeigt, deshalb stehen wir am Ende als verdienter Sieger da. Heute haben wir es hinbekommen, 90 Minuten lang dominant zu spielen. Zum Zusammenspiel mit Guido muss ich nicht viel sagen, man sieht's ja auf dem Platz. Wir verstehen uns richtig gut, wir haben nach dem Spiel aber schon gesagt, dass wir noch mehr Tore hätten schießen können, gerade in der ersten Halbzeit. Das haben wir nach dem Seitenwechsel besser hinbekommen. Während es Spiels haben wir uns gesagt, dass wir beim nächsten Ding wach sein müssen und das hat dann ja auch noch zwei Mal geklappt. Jetzt geht's in die Länderspielpause und in die nehmen wir ein positives Gefühl mit."

Mersad Selimbegović (Cheftrainer Regensburg): "Es war eine verdiente Niederlage. Wir haben im gesamten Spiel nicht so den Zugriff bekommen, wie wir es in den letzten Spiele gemacht haben. Wir sind heute auf einen sehr lauf- und spielfreudigen Gegner getroffen. Wir haben uns nicht durchsetzen und haben Bälle nicht behaupten können. St. Pauli war sehr präsent in den Zweikämpfen und hat schnell nach vorne auf die beiden Stürmer gespielt - sehr variabel mal über die Außen und mal über die Halbräume. Es war nicht einfach für uns, irgendwie haben wir die erste Halbzeit aber überstanden. Zwischen der 30. Minute und dem Halbzeitpfiff war es schon verwunderlich, dass wir kein Tor kassiert haben. St. Pauli hat es gut gemacht, wir vieles zu kompliziert. In der zweiten Halbzeit war es nicht mehr diese Wucht und Dominanz, aber immer wieder gefährlich. Wir hatten ein, zwei Situationen, die wir zuletzt eiskalt genutzt haben, heute aber nicht. Die erste Niederlage wirft uns nicht um. Wir werden diese gut analysieren und nach der Länderspielpause weitermachen. Was ich vor der Saison gesagt hat, hat sich leider heute bestätigt. Ich habe gehofft, dass es sich erst danach bestätigt. St. Pauli ist ein Team, das richtig gut unterwegs und diese Saison für eine Überraschung gut sein kann."

 

(hb)

Fotos: FC St. Pauli

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