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„Leider haben heute ein paar Zentimeter gefehlt“

Gegen den 1. FC Heidenheim haben unsere Kiezkicker ein gutes Spiel abgeliefert, sich am Ende trotz einiger guter Chancen aber nicht mit drei Punkten belohnt. Nach dem Spiel zeigten sich unsere Jungs mit ihrer Leistung zufrieden, nicht aber mit dem einen Punkt, wenngleich Heidenheim der erwartet schwere Gegner war und auch gute Chancen hatte.

Cheftrainer Timo Schultz: „Wir haben einen riesigen Aufwand betrieben - leider mit zu wenig Ertrag. Es wäre natürlich super gewesen, wenn das Ding von Igor Matanović in der 93. Minute dann auch mal über die Linie rutscht. Das hätten sich die Jungs heute verdient. Wir haben den Ball gut laufen lassen und hatten Druck im Passspiel. So haben wir es auch geschafft, die Heidenheimer in Bewegung zu bringen. Gefühlt sind wir heute nicht 115 oder 120 Kilometer gerannt, sondern 130 Kilometer. Wenn selbst ein Marcel Hartel Krämpfe bekommt, dann heißt das schon was. Ich kann meinen Jungs überhaupt keinen Vorwurf machen, sie haben richtig viel investiert und sich tolle Chancen herausgespielt. Wir haben zusammen richtig gut verteidigt, in der einen oder anderen Situation hatten wir auch das Quäntchen Glück oder einen guten Nikola Vasilj. Wir müssen mit dem Punkt leben, ich hätte aber gerne drei gehabt.“

Marcel Hartel: „Wir haben uns vorgenommen, als Mannschaft aggressiv zu spielen. Das hat gut funktioniert. Gerade in der ersten Halbzeit waren wir die aktivere und bessere Mannschaft. Wir hatten auch die eine oder andere Torchance, haben uns am Ende aber einfach nicht belohnt. Wir haben uns immer wieder gut nach vorne durchgespielt, am Ende hat die letzte Konsequenz gefehlt. Da müssen wir die letzten Bälle an den Mann bringen oder beim Abschluss effizienter sein, um erfolgreicher zu spielen. Wir erspielen uns viele Chancen, jetzt geht es aber darum, diese auch zu verwerten. Dass wir seit Langem mal wieder zu Null gespielt haben, ist auf jeden Fall positiv.“

Johannes Eggestein: „Es war ein sehr intensives Spiel, beide Mannschaften haben es verpasst, ihre Chancen zu nutzen. Wir hatten vielleicht die eine oder andere größere Chance, gerade die am Ende, als Heidenheim auf der Linie klärt. Ich denke nicht, dass uns die Kaltschnäuzigkeit fehlt. Hier und da hatten wir auch ein bisschen Pech. Das Glück müssen wir uns wieder zurückarbeiten. Von der Spielintensität und Spielanlage war es gut heute. Wenn wir dran bleiben, wird uns auch wieder ein Sieg gelingen. Nach einem guten Saisonstart hatten wir Spiele wie in Rostock dabei, die wirklich nicht gut waren. Wir sind aber wieder auf einem Weg, wo wir uns als Mannschaft besser finden. Heute haben wir als Mannschaft kompakt verteidigt und die Null gehalten. Jetzt ist der nächste Schritt, aus der kompakten Defensive heraus vorne auch wieder Tore zu erzielen.“

Lars Ritzka: „Es war das erwartete intensive Spiel mit vielen tiefen Läufen, wir haben sehr gut dagegengehalten. Wir haben den Ball gut laufen gelassen und am Ende fehlt vielleicht ein wenig die Kaltschnäuzigkeit und in der einen oder anderen Situation auch das Glück. Wir reden über Kleinigkeiten, die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, der letzter Wille und die Überzeugung. Daran müssen wir arbeiten und dann können wir den Bock auch umstoßen. Ich versuche schon meine Stärken einzubringen. Im Training habe ich das Gefühl, dass ich alles gebe und so kann ich schon in den Spiegel gucken und sagen, dass ich alles gegeben habe.“

Carlo Boukhalfa: „Es war ein harter Fight, in den sind wir auch reingegangen. Ich glaube, es war von Anfang an eine hohe Intensität vorhanden. Es war extrem anstrengend, für Heidenheim und für uns. Schade, dass keine Tor gefallen sind. Das Spiel hätte es verdient gehabt. Wir haben versucht, Heidenheim zu überraschen und freie Räume zu finden. Das ist uns auch ganz gut gelungen, aber leider konnten wir daraus keine Tore erzielen. Heidenheim hat gut verteidigt, aber wir hatten einige gute Chancen. Die müssen wir nutzen, mehr bekommst du gegen so eine Mannschaft wie Heidenheim nicht.“

Igor Matanović: „Ich habe mit voller Kraft versucht, den Ball über die Linie zu drücken. Leider haben heute ein paar Zentimeter gefehlt. Das Tor hätte uns als Mannschaft und mir persönlich gutgetan. Es ist leider manchmal so, dass du zehn Spiele nicht triffst. Ich bleibe aber weiter dran und gebe alles. Heute bin ich ein Stück näher gekommen und wenn ich nächstes Mal noch ein Stück näher komme, dann geht der Ball auch über die Linie.“

Frank Schmidt (Cheftrainer 1. FC Heidenheim): „Heute bin ich mit dem Unentschieden zufrieden. Warum? Weil wir in den ersten 15 Minuten gut im Spiel gewesen sind und danach dann nicht mehr. St. Pauli hat das Zepter übernommen und wir die Räume nicht mehr gut zugemacht. Wir sind nicht so in die Abläufe gekommen, wie wir uns das vorgestellt und auch trainiert haben. Wir hatten zwei, drei Mal auch das nötige Glück, nicht in Rückstand zu geraten, weil St. Pauli schnell und unkompliziert nach vorne gespielt hat. Die Halbzeit haben wir zum Anlass genommen, so nicht weiterzuspielen, sondern was zu verändern. Die Umstellung auf eine Doppelsechs hat uns gutgetan. Es ist uns nicht gelungen, den Ball reinzudrücken. Kurz vor Schluss hätte es dann ganz dumm für uns laufen können, als Norman Theuerkauf den Ball von der Linie kratzt. Wenn man die beiden Halbzeiten nimmt und die klaren Chancen sieht, dann geht das Unentschieden absolut in Ordnung. Wir haben den Fight angenommen und dagegengehalten, deswegen ist der Punkt auch verdient.“

Patrick Mainka (1. FC Heidenheim): „Wir haben uns den Punkt heute verdient. In den ersten 15, 20 Minuten haben wir richtig gut gespielt, haben dann aber immer mehr arbeiten müssen. Insgesamt haben wir gut verteidigt, spielerisch war es sicherlich nicht das beste Spiel von uns. Wir konnten die Null halten, das ist auswärts das Wichtigste.“

 

(ch/hb/lg)

Fotos: Witters

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