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"Das ist als Trainer schön zu sehen"

Nach 90 Minuten, in denen es am Millerntor hin und her gegangen war und sowohl der FC St. Pauli als auch die Gäste aus Darmstadt Chancen auf den Sieg hatten, äußerten sich die Protagonisten auf braun-weißer Seite froh aber auch selbstkritisch. Die Stimmen zum 3:2-Sieg am Sonnabend.

Philipp Ziereis: "In der letzten Szene war das Glück auf unserer Seite. Wir haben alles reingeworfen. Dass der Ball dann von der Latte wieder rausspringt, spricht gerade für unsere Situation, dass so ein Ding eben nicht reingeht und wir solche Spiele dann gewinnen. Wir haben in der zweiten Halbzeit nach dem 2:0 den Faden verloren, was uns nicht passieren darf. Da hatten wir viel zu große Abstände und haben Darmstadt ins Spiel kommen lassen. Wir müssen uns ankreiden, dass wir viel zu viel zugelassen haben. Dass wir am Ende dann den Lucky Punch setzen, ist umso schöner. Das nehmen wir natürlich gerne mit."

Guido Burgstaller: "Ich konnte die letzte Szene von der Bank aus nicht gut sehen, habe nur gehört, dass Seb da auf der Linie geklärt hat. Wir sind selbst schuld, dass wir uns in diese Situation gebracht haben. Wir waren 2:0 vorne, könnten 3:0 führen. Aber wir haben Darmstadt ins Spiel zurückkommen lassen und sie haben dann auch gut gespielt. Daraus müssen wir lernen, es besser zu verteidigen und mehr auf Konter zu spielen. Trotzdem sind wir froh, heute gewonnen zu haben. Ich habe es schon vorher gesagt, dass nicht eine Person zum Sieg reicht, sondern die ganze Mannschaft gebraucht wird. Ich war heute wieder am richtigen Ort und konnte der Mannschaft helfen. Die Jungs machen es mir zur Zeit aber auch einfach und spielen gute Bälle."

Cheftrainer Timo Schultz: "Es war ein glücklicher, aber nicht unverdienter Sieg. Wir gehen in der ersten Halbzeit verdient in Führung. Im zweiten Abschnitt hat Darmstadt versucht, schneller hinter unsere Kette zu kommen. In der einen Szene wollten wir den Ball ins Tor tragen. Die Darmstädter haben uns sehr gefordert, es war aber kein unverdienter Sieg. Im Gegensatz zu den letzten Wochen war das Spiel heute ein Hin und Her. Nach dem 2:0 haben wir leider ein viel zu schnelles Gegentor kassiert. Darmstadt gehört mit zu den spielstärksten Teams der Liga. In der Mitte der zweiten Halbzeit haben wir etwas den Zugriff verloren, ein Unentschieden wäre für Darmstadt sicher auch verdient gewesen, aber den Sieg nehmen wir heute gerne mit. Gerade die letzte Szene war ein Beispiel dafür, wie wir uns das Glück dann aber auch erarbeitet haben. Wie sich alle Jungs so reinhauen und alles reingeworfen haben, das ist als Trainer schön zu sehen."

Markus Anfang (SV Darmstadt 98): "Ich gratuliere St. Pauli zu den drei Punkten. Es war ein dramatisches Spiel, in dem viel passiert ist. Wir hatten viele Situationen im Spiel, bekommen dann aber ein unglückliches Gegentor. In der zweiten Halbzeit war nur Darmstadt am Drücker, da haben wir die ganze Zeit nach vorne gespielt. Das Ergebnis dann ist natürlich ärgerlich. Wir reden nicht davon, dass wir mehr Glück brauchen, aber vielleicht einfach mal kein Pech. Das zweite Tor hätten wir besser verteidigen müssen und die wenigen Chancen die St. Pauli hat, nutzen sie dann auch mit ihrer individuellen Klasse, was der dritte Treffer verdeutlicht. Wir sind nach dem 0:2 richtig gut zurückgekommen und waren am Zug, das Spiel für uns zu entscheiden. Die letzte Aktion beschreibt unsere Situation so ein bisschen, dass wir die Dinger dann nicht reinmachen. Bis auf die Chancenverwertung kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen."

 

(hbü/ch)

Fotos: Witters

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