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„Unsere Serie ist zwar vorbei, die Saison aber noch lange nicht“

Nach zehn Siegen in Folge hat es unsere Kiezkicker also doch erwischt, gegen konterstarke Braunschweiger mussten sie sich erstmals wieder geschlagen geben. Nach dem Spiel war die Enttäuschung über das Ergebnis groß, allerdings waren sich die Braun-Weißen einig, kein schlechtes Spiel abgeliefert zu haben. Die Stimmen zum Spiel.

Cheftrainer Fabian Hürzeler: „Gratulation an Braunschweig zum Sieg. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und waren bei der Konterabsicherung nicht gut. Wir sind gut im Ballbesitz gewesen, hatten aber zu wenig Tiefenläufe und haben zu grade ins Zentrum gespielt. So haben wir das Spiel für uns unnötig schwer gemacht. Braunschweig hat es sehr gut wegverteidigt, eigentlich das ganze Spiel über. Ich habe meine Mannschaft ähnlich wie in den letzten Wochen gesehen, mit dem ständigen Pushen und dem Füreinanderdasein. In der zweiten Halbzeit hatte wir sehr gute Torchancen, machen aber leider zu spät den Anschlusstreffer. Direkt nach der Pause hatten wir zwei, drei richtig gute Chancen. Mit Blick auf die Positionierung mit dem Ball war es heute ein Schritt nach vorne. Das sah nach Fußball aus. Speziell in der zweiten Halbzeit hatten wir gute Abläufe und sind gut hinter die letzte Kette gekommen. Auch in der Konterabsicherung waren wir gut. Mit dem Ergebnis sind wir natürlich nicht zufrieden, mit dem Spiel an sich und angesichts der Leistung war es aber ein Schritt nach vorne. Darauf werden wir aufbauen. Wir werden analysieren, was wir gut und was wir schlecht gemacht haben. Dann geht's nächste Woche weiter.“

Jackson Irvine: „Braunschweig war mit seinen Kontern in der ersten Halbzeit unerbittlich. Wir wussten um ihre Stärken im Umschaltspiel. Da hätten wir aggressiver verteidigen müssen. Mit der ersten Aktion geraten wir ins Hintertreffen. Wir hätten mit dem Ball besser agieren müssen, um solche Momente wie bei den Gegentoren nicht entstehen zu lassen. Das ist uns in der zweiten Halbzeit besser gelungen. Wir haben das Spiel insgesamt dominiert und so ist es ein frustrierender Nachmittag gewesen. Es tut weh, zuhause zu verlieren, das passiert nicht oft. Dennoch können wir mit dem Großteil des Spiels zufrieden sein. Das Derby hatten wir heute noch nicht im Kopf, wir haben den Fokus nur auf Braunschweig gelegt. Unsere Serie ist zwar vorbei, die Saison aber noch lange nicht. Es sind noch einige Spiele zu spielen und viele Punkte zu holen. Mit der Mentalität gehen wir in die nächste Woche.“

Marcel Hartel: „Wir wussten, wie stark Braunschweig ist und wie sie spielen werden. Wir kassieren leider ein schnelles Gegentor und gehen mit einem 0:2-Rückstand in die Pause. Das ist nicht leicht. Aber wir hatten nach der frühen Gästeführung auch gute Phasen, waren im Spiel. Im weiteren Spielverlauf hat uns einfach die nötige Konsequenz gefehlt. Nach dem Seitenwechsel haben wir uns ein schnelles Tor vorgenommen. Das ist uns leider nicht gelungen. Wir haben kein katastrophales Spiel gemacht, Braunschweig schießt diese zwei Tore und wir haben es nicht geschafft zurückzukommen. Wir sind natürlich enttäuscht. Jetzt müssen wir den Kopf oben behalten und dann gehen wir mit 100 Prozent ins Derby. Wir sind heiß auf das Spiel und diese Niederlage heute ändert nichts an der Einstellung zu diesem Spiel.“

Leart Paqarada: „Das unsere Serie irgendwann reißen wird, war klar. Dass es heute passieren wird, war nicht so ganz klar. Wir wissen, woran es heute gelegen hat. Wir werden die Niederlage analysieren, aber dann auch abhaken. Wir wollten heute unbedingt drei Punkte einfahren, ungeachtet des Derbys am Freitag, denn wir schauen nur auf uns. Es spielt für Freitag keine Rolle. Wenn überhaupt spielt es sogar eine aufweckendere Rolle als davor. Wir wollen Positives rausziehen. Die Braunschweiger haben es heute gut verteidigt und mit ihren Kontern nach Ballgewinnen genau das auf den Platz gebracht, auf das wir uns unter der Woche vorbereitet haben. Die Gegentore kassieren wir zu einfach und mit zu wenig Gegenwehr, auch wenn es Braunschweig sehr gut gemacht hat. Die Woche bis zum Derby ist kurz. Da hat man nicht so viel Zeit, sich Gedanken zu machen, denn es geht schnell in die Vorbereitung auf den HSV. Das Derby kommt nie zur falschen Zeit. Und was davor war, spielt bei diesem Spiel keine Rolle. Da ist die Einstellung das Einzige, was zählt. Und da bin ich mir sicher, dass unsere Jungs die richtige haben werden.“

Lukas Daschner: „Braunschweig hat uns in der ersten Minute überrascht und nach der Verletzungsunterbrechung das zweite Tor nachgelegt. Da guckst du dich auf dem Platz an und denkst, was hier los ist. Uns war klar, dass sie über lange und zweite Bälle ihre Umschaltaktionen suchen werden, deshalb sollte uns das eigentlich nicht passieren. Wir hatten mit dem Ball Probleme, Räume zu finden. Wenn wir sie mal gefunden haben, haben wir uns nicht so konsequent Chancen herausgespielt. Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht, das Ergebnis hat einfach nicht gestimmt. Vom Engagement her kann man uns heute keinen Vorwurf machen. Unsere unfassbare Serie hätte in den letzten Spielen schon reißen können, wir hatten auch schon mal das Spielglück auf unserer Seite. Es ist ganz normal, dass man ein Spiel verliert, heute ist es dann passiert. Wir müssen den Kopf hoch nehmen, denn am Freitag ist ja schon das Derby.“

Nikola Vasilj: „Wir wollten ab der ersten Minute angreifen und hatten dann direkt in den ersten Sekunden hinten einen Ballverlust, der Ball geht rein und wir geraten quasi mit Spielbeginn in Rückstand. Danach waren wir erstmal in einem Schockzustand. Auch beim zweiten Tor von Braunschweig haben wir gepennt und den Braunschweigern zu viel Platz gelassen. Natürlich war es auch ein toller Schuss, aber wir wussten eigentlich auch um diese Stärken und hätten wacher sein müssen. So ist der Fußball leider nun mal, wenn du deinen Gegnern zu viel Raum lässt, wird das in dieser Liga umgehend bestraft. Wir haben ein sehr wichtiges Spiel am Freitag und jetzt gilt es, den vollen Fokus darauf zu legen.“

Oladapo Afolayan: „Wir sind natürlich enttäuscht und auch genervt über die Art und Weise, wie wir dieses Spiel verloren haben. Wir haben zu passiv gestartet und mit der frühen Führung hat Braunschweig hinten dicht gemacht und es uns schwer gemacht, klare Chancen rauszuspielen. Wir haben in der Halbzeit umgestellt und auch viele Chancen kreieren können, aber es war einfach ein Stück weit zu spät, weil wir den Spielbeginn verpennt haben und uns damit den Rest des Spiels extrem schwer gemacht haben. Aus meiner Sicht hätte es dann noch einen Elfmeter für uns geben müssen, aber damit müssen wir leben. Es ist ein Stück weit ein Weckruf für mich selbst, fürs Team und für alle hier, dass es egal ist, wie viele Spiele du vorher gewonnen hast. Du musst in jedem Spiel hellwach sein und alles geben und das hatten wir uns eigentlich auch vorgenommen. Aus der Niederlage müssen wir unsere Lehren ziehen und es hilft uns dann auch sicherlich, als Team weiter voranzukommen. Wir werden das Spiel jetzt aufarbeiten und abhaken, um am Freitag wieder alles zu geben. Aus meiner Zeit in England bin ich Derbys bereits gewohnt und weiß, welche emotionale Bedeutung das Spiel gegen den HSV für unseren Verein hat. Ich freue mich darauf und werde alles geben, um das Spiel zu gewinnen. Dennoch geht es bei uns neben all der emotionalen Bedeutung auch einfach darum, die nächsten drei Punkte einzufahren.“

Michael Schiele (Cheftrainer Braunschweig): „Wir sind überglücklich über die drei wichtigen Punkte bei einem Gegner, der mit doppelt und dreifach breiter Brust auftreten konnte, der einen super Ball spielt und top Abläufe hat. Wir sind super ins Spiel gekommen und gehen früh in Führung. St. Pauli hat sich nicht beirren lassen und hat immer weiter gemacht. Sie hatten immer wieder Hereingaben und Schüsse, die wir klären konnten. Dann können wir das zweite Tor nach einem schnellen Angriff nachlegen. St. Pauli hat in der zweiten Halbzeit einen riesen Druck gemacht, trotzdem haben wir gut verteidtigt, zudem hatten wir das nötige Matchglück. Dann fällt der Anschlusstreffer und dann peitschen die fast 30.000 Fans St. Pauli nach vorne. Wir haben dennoch einen klaren Kopf bewahrt und sind glücklich, die drei Punkte dank einer tollen Moral mit nach Braunschweig zu nehmen.“

 

(fh/hb/lg)

Fotos: Witters

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