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"Es ist gut für uns zu wissen, dass wir zu Null spielen können"

Auf braun-weißer Seite gab es zum Abschluss der Hinrunde nichts zu meckern. Beim 2:0-Heimsieg gegen Regensburg präsentierten sich die Boys in Brown defensiv sehr stabil, in der Offensive zudem eiskalt und effektiv. Entsprechend zufrieden blickten die Kiezkicker nach dem Abpfiff auf den dritten Saisonsieg zurück.

Cheftrainer Timo Schultz: "Wir haben ein sehr umkämpftes Spiel gesehen, das war im Vorfeld aber auch zu erwarten. Wir haben uns darauf eingestellt, dass wir gegen eine Mannschaft, die zu den zweikampfstärksten Teams der Liga zählt, mit einer enormen Intensität zu Werke gehen müssen. Es war ein absolutes Spiel auf Augenhöhe, am Ende sind wir der glückliche Sieger. Wir haben unsere Chancen heute mal reingemacht, die Regensburger haben ihre dafür liegengelassen. Unser Sieg war glücklich, aber nicht unverdient. Beim Abpfiff habe ich mich zu Andreas Bornemann umgedreht und ihm gesagt, dass es noch nicht zu Ende sein kann, weil wir noch kein Gegentor bekommen haben (lacht). Es war wichtig, dass jeder Einzelne heute mit dem Ziel reingegangen ist, erst einmal das eigene Tor zu verteidigen - mit allem was er hat. Das haben alle, die heute gespielt haben, eindrucksvoll gezeigt. Man hat in der zweiten Halbzeit gemerkt, dass die Jungs heute belohnt werden, sie haben sich in jeden Ball geschmissen. Es gibt das Sprichwort des Glücks des Tüchtigen, heute waren wir extrem tüchtig und haben es uns verdient, heute zu Null zu spielen und auch zu gewinnen. Wir haben jetzt 16 Punkte und wenn man sich anschaut, wie dürftig die Hinrunde gelaufen ist, dann ist das schon eine beachtliche Punktzahl. Der Weg, den die Mannschaft gerade geht, mit dem Spirit, den wir mit den zwei, drei Veränderungen, die wir im Winter durchgezogen haben, zusammen entwickelt haben, zeigt, dass es der richtige ist."

Dejan Stojanović: "Wir haben wieder bewiesen, dass wir eine hohe Qualität auf den Platz legen können. Wir standen sehr kompakt zusammen und haben bis zum Schluss gefightet. Ich denke, dass der Sieg heute hochverdient ist. Wir schauen jetzt auf Bochum und versuchen, auch da wieder drei Punkte zu holen."

Philipp Ziereis: "Die drei Punkte sind noch wichtiger als die Tatsache, dass wir ohne Gegentor geblieben sind. Dennoch: Es ist gut für uns zu wissen, dass wir zu Null spielen können. Regensburg hatte kein richtige Großchance. Das ist unsere Basis. Darüber hinaus haben wir unser Spiel durchgezogen und uns belohnt. Wir haben in den letzten Wochen weiter an uns gearbeitet, unsere Schwächen abgestellt und seit der zweiten Hälfte in Würzburg verteidigen und spielen wir besser. Den Trend wollen wir fortsetzen. Wir schauen auf uns, trotzdem ist es schön, dass wir nach dem Spiel über dem Strich stehen. Jetzt gilt es, dass wir genauso weitermachen, und dann bin ich mir sicher, dass wir unten rauskommen."

Guido Burgstaller: "Der Freistoß war einstudiert, das machen wir öfters im Training. Ich bin froh, dass es so gut funktioniert hat. In den letzten Spielen hat bei den Standards nicht immer alles zu 100 Prozent geklappt, deswegen sind wir umso glücklicher, dass diese Variante heute aufgegangen ist und zum 1:0 geführt hat. Ich stelle mich erst ins Abseits, um dann den Querball zu verwerten. Wenn der dann so überragend gespielt ist wie von Kofi, dann kann ich ihn auch verwerten. Für mich war es dann einfach, den Ball über die Linie zu drücken. Ich habe immer gewusst, dass wir die Qualität haben. Die haben wir öfters gezeigt, Kleinigkeiten haben aber gefehlt. In den letzten Spielen machen wir es als gesamte Mannschaft einfach besser. Mir tut jedes Spiel mit den Jungs gut, damit die Abläufe immer besser werden. Das hat man in den letzten Spielen gesehen. Ich bin ein Stück an meine 100 Prozent herangerückt. Jedes Spiel tut gut, gerade wenn wir gewinnen und ich der Mannschaft mit Toren weiterhelfen kann. Dann wird auch mein Selbstvertrauen größer."

Mersad Selimbegović (SSV Jahn Regensburg): "Es war ein Spiel, wie so oft in unserer Hinrunde. Viel investiert, viele gute Aktionen und am Ende stehen wir mit leeren Händen da. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber unsere Chancen nicht genutzt. Wir waren in ein paar wenigen Momenten nicht aufmerksam genug und der Gegner hat das eiskalt ausgenutzt. Damit gibst du das Spiel aus der Hand und kannst die Null nicht lange halten. Dann musst du das Spiel machen und wir haben viel versucht. Gefühlt hätten wir bis morgen spielen können und wir hätten kein Tor gemacht. Das ist bitter, aber so ist diese Liga. Es gibt Spiele, die du nicht verlieren musst, die du aber verlierst. Genauso umgekehrt. Glückwunsch an St. Pauli und weiterhin alles Gute."

 

(hb/lf)

Fotos: Witters

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