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Vielen Dank und alles Gute, Dimi und Horni!

Der FC St. Pauli hat sich nach dem letzten Saisonspiel beim SV Wehen Wiesbaden von drei Kiezkickern verabschiedet, deren Verträge ausgelaufen waren. Während Jan-Philipp Kalla dem Verein in anderer Position erhalten bleibt, werden Dimitrios Diamantakos und Marc Hornschuh den Verein verlassen. Mit Blick auf alle weiteren auslaufenden Verträge und Leih-Enden wird sich der FC St. Pauli zu einem späteren Zeitpunkt äußern, da die Gespräche noch nicht abgeschlossen sind.

Diamantakos absolvierte seit Januar 2018 insgesamt 51 Spiele (20 Tore) für die Braun-Weißen, Hornschuh bestritt seit Sommer 2015 insgesamt 59 Partien in der 2. Bundesliga (2 Tore) sowie 8 Spiele für die U23 in der Regionalliga Nord.

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Als Marc Hornschuh spät in der Sommerpause 2015 ans Millerntor wechselte, war der bei Borussia Dortmund ausgebildete Verteidiger zunächst als Ergänzungsspieler vorgesehen gewesen. Dieser Plan ging allerdings nicht auf. Denn "Horni" meisterte den Sprung von der 3. in die 2. Liga souverän und etablierte sich von Anfang an als Stammkraft einer braun-weißen Mannschaft, die bis kurz vor Saisonende um den Aufstieg mitspielte. "Ein Backup wird zum Glücksfall" lautet eine Schlagzeile aus dem Januar 2016, die seine Entwicklung treffend beschreibt. 

Zudem wurde schnell klar, dass der "Glücksfall" nicht nur fußballerisch hervorragend zum Kiezclub passte. Dank seiner offenen Art und ehrlichen Neugier hatte er auch immer einen Blick dafür, was abseits des Platzes passiert und den Verein, seine Fans und den Stadtteil ausmacht. So repräsentierte er den FC St. Pauli beim Reeperbahn Festival oder nutzte seine Bekanntheit, um soziale Projekte wie Viva con Agua oder Hinz&Kunzt zu unterstützen. 

Auch in der folgenden Spielzeit, als auf eine desaströse Hin- eine triumphale Rückrunde folgte, stand der Defensivallrounder genauso meistens von Beginn an auf dem Platz wie auch zum Start der Spielzeit 2017/18. Und so war es ein bitterer Rückschlag, als Horni im September 2017 durch einen Bandscheibenvorfall ausgebremst wurde. Damals konnte noch niemand ahnen, dass es beinahe zwei Jahre dauern würde, eher er wieder einen Einsatz im Profiteam würde absolvieren können. Größten Respekt verdient, dass sich Marc in dieser schweren Zeit mit Rückschlägen und schließlich einer Operation Anfang 2018 nie entmutigen oder gar hängen ließ, sondern sich mit unglaublicher Ausdauer und Disziplin sein Comeback erarbeitete. 

Lieber Horni, nach fünf Jahren beim FC St. Pauli werden wir Dich deshalb nicht nur als Fußballer in Erinnerung behalten, sondern auch als großen Kämpfer und fantastischen Menschen! You will always be a part of St. Pauli und der Verein auch hoffentlich ein Teil von Dir. Wir wünschen Dir für die Zukunft alles Gute, dass Du gesund bleibst und wir uns bald mal wieder am Millerntor sehen! YNWA!

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Von einer Hafenstadt in die nächste. Für Dimitrios Diamantakos geht es nun nach Kroatien. Genauer gesagt nach Split. Zweieinhalb Jahre schnürte Dimi seine Buffer für den FC St. Pauli und war dabei oft der Spieler, gegen den man nie selbst spielen wollte, den man aber sehr gerne in den eigenen Reihen wusste. Abgezockt, unangenehm und mit dem richtigen Riecher ausgestattet absolvierte Dimi insgesamt 51 Pflichtspiele für den FC St. Pauli und erzielte dabei 20 Treffer.

Unvergessen seine blitzschnelle Reaktion nach dem Pfostenkracher von Marvin Knoll im Derby am Millerntor, als er per Flugkopfball das wichtige 1:0 für die Kiezkicker erzielte. Der Rest ist Geschichte und bestimmt bald im 1910-Museum unter der Gegengerade verewigt. Gerade in der abgelaufenen Spielzeit 2019/20 unterstrich Dimi seinen Instinkt und Spielwitz. Man denke nur an den tollen Solo-Lauf im letzten Spiel vor der Corona-Pause beim SV Sandhausen.

Lieber Dimi, vielen Dank für Deinen Einsatz, Dein Derby-Tor und für alle weiteren schönen Momente, die Du uns geschenkt hast! Mach’s gut!

(hbü/lf)

Fotos: Witters

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