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Gewarnt und gelöst nach Paderborn

Am Sonnabend (2.3., 13 Uhr) gastieren die Kiezkicker beim SC Paderborn. Begleitet von über 2.500 Fans ist der Plan der Mannschaft von Markus Kauczinski klar. Es gilt, an die zweite Halbzeit gegen den FC Ingolstadt vergangene Woche anzuknüpfen und die nächsten drei Zähler einzuheimsen. Karneval hin oder her.

Habt Ihr gemerkt, als am Donnerstag (28.2.) um 11:11 Uhr in Hamburg die Zeit kurz still stand und ein kräftiges Helau, Alaaf oder Hasi Palu durch die Straßen von St. Pauli klang? Wir auch nicht. Während anderenorts das öffentliche Leben dem Erliegen nahe war, ging in Hamburg alles seinen gewohnten Gang. Die Kiezkicker trainierten eifrig, die Supporter des FC St. Pauli stellten ihre Playlist mit den schlechtesten 90er Pop-Hits aller Zeiten für die Fahrt nach Ostwestfalen zusammen und in Paderborn warnte man vor der Abgezocktheit der Kiezkicker.

"St. Pauli ist eine Mannschaft mit einer hohen individuellen Qualität und in der Lage, aus wenig viel zu machen. Sie brennen kein Feuerwerk ab, sind aber stets gefährlich", erklärte Steffen Baumgart auf der Pressekonferenz vor der Partie am Sonnabend in der Benteler-Arena. Zugegebenermaßen haben die Paderborner die Sache mit dem Feuerwerk abbrennen (auf dem Platz wohlgemerkt) den Boys in Brown etwas voraus. Mit 54 Treffern stellt der SCP die zweitstärkste Offensive der Liga. Nur der 1. FC Köln war noch torhungriger. Aber eben jener FC musste am eigenen Leib erfahren, dass die Ostwestfalen in dieser Saison zu allen Schandtaten bereit und fähig sind. Einen 0:2-Rückstand drehte die Baumgart-Elf am 22. Spieltag in den letzten zwölf Minuten der Partie in einen 3:2-Heimerfolg.  

So fährt die Mannschaft von Markus Kauczinski gewarnt, aber nach ihrem 1:0-Sieg gegen den FC Ingolstadt auch gelöst nach Paderborn. "Nach den Niederlagen gegen Köln und Aue wollten wir unbedingt gewinnen. Am Ende ist uns das gelungen und man hat jetzt auch unter der Woche gespürt, dass das der Mannschaft guttat", erklärte Waldemar Sobota vor der Kamera von FC St. Pauli TV. Ganz so überraschend kam der Erfolg gegen den FCI jedoch nicht. Ein Blick auf die Hinrunde verrät, dass sich die Boys in Brown damals ebenfalls nach Niederlagen gegen Köln und Aue in Oberbayern aus dem Tief befreien konnten. Glücklicherweise gewann die Kauczinski-Elf im Anschluss auch gegen den SCP. Und Sonnabend?

Gegen eine Wiederholung der astreinen Hinrunde hätten wir selbstverständlich nichts einzuwenden. Das schließt auch einen Erfolg in der Benteler-Arena ein und hier wird die Aufgabe nun sportlich. Die Boys in Brown konnten noch kein Zweitliga-Spiel beim SCP gewinnen. Sechs Spiele, drei Niederlagen und drei Unentschieden lautet die bisherige Bilanz. Nicht zu vergessen, das Aus im Pokal in der vorherigen Spielzeit. Was hilft dagegen? "Wir müssen mutig sein und unsere Chance nach vorne suchen", erklärt Coach Kauczinski und meint damit nicht die Startposition im um 15:15 Uhr startenden Karnevalsumzug in Paderborn.

 

(lf)

Fotos:Witters

 

 

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