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Gedenkveranstaltung am 2. August zum Europäischen Holocaustgedenktag für Sinti und Roma

FC St. Pauli, Fanladen St. Pauli und Fanräume e.V. laden zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich des „Europäischen Holocaustgedenktag für Sinti und Roma“ ein. Der Gedenktag erinnert an die während des Nationalsozialismus deportierten und ermordeten Sinti*zze und Rom*nja. Ausgangspunkt für Deportationen aus ganz Norddeutschland war Hamburg. Aus diesem Grund wurde 2017 am Hannoverschen Bahnhof in der Hafencity ein Gedenkort errichtet.

Die Diskriminierung der Sinti*zze und Rom*nja lässt sich jedoch nicht auf die NS-Zeit beschränken. Die Gruppe wurde bereits seit dem Mittelalter verfolgt und auch nach dem 2. Weltkrieg weiter benachteiligt. So wurden den Überlebenden Wiedergutmachungsleistungen verwehrt, weil die Verbrechen an ihnen nicht als „rassistisch motiviert“ eingestuft wurden

Noch 1956 urteilte der Bundesgerichtshof, dass die Deportationen vor 1943 nicht ideologisch bedingt waren, sondern der Verbrechensprävention gedient hätten. Die Rechtsprechung hat sich dann in den 60er Jahren geändert, die Vorurteile gegenüber der Gruppe der Sinti*zze und Rom*nja aber leben bis heute weiter. So zeigt eine Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes von 2014, dass in der deutschen Mehrheitsgesellschaft ein sehr hoher Grad der emotionalen Ablehnung gegenüber der Minderheit der Sinti*zze und Rom*nja besteht.

Mehr Informationen:

 

(nc)

 

Fotos: Gedenkstätte Hannoversche Bahnhof

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