Eye-Able Logo
Zum Inhalt springen

FCSP-Museum: Großer Andrang bei der Langen Nacht der Museen

Die dritte Teilnahme des FC St. Pauli-Museums an der Langen Nacht der Museen (LNDM) Hamburg war erneut ein voller Erfolg: Am Sonnabend (22.4.) kamen weit über 1200 Gäste, Mitwirkende und Helfer*innen ins Erdgeschoss des Millerntor-Stadions. Sie erlebten eine Nacht wie keine andere in einem Museum wie keinem anderen.

Dabei kamen nicht nur viele Menschen – sie blieben auch lange. Dank der persönlichen Betreuung durch das große Museumsteam aus Ehrenamtlichen und Museums-Mitarbeiter*innen, aber auch dank des abwechslungsreichen Programms, das Filme ebenso beinhaltete wie MILLERNTOUR!-Stadionführungen (genutzt von 250 Teilnehmer*innen), Performances und Livemusik.

Auch in den Ausstellungen des FC St. Pauli-Museums herrschte reger Andrang.

Auch in den Ausstellungen des FC St. Pauli-Museums herrschte reger Andrang.

Und dann waren da ja auch noch gleich zwei Ausstellungen: Das KIEZBEBEN in seiner aktuellen Fassung 2.1 – und die Sonderausstellung „20 Jahre Ultrà Sankt Pauli – Geschichte wird gemacht“: Für so manche*n Besucher*in der „Langen Nacht“ war es vermutlich die erste nähere Begegnung mit der Welt der Ultras.

Die Musiker Tom Hauser und Jakob Mühleisen mit Rainer Klinitzki, dem Vorstandsvorsitzenden des Museumsbetreibers 1910 e.V.

Die Musiker Tom Hauser und Jakob Mühleisen mit Rainer Klinitzki, dem Vorstandsvorsitzenden des Museums-Betreibers 1910 e.V.

Für Livemusik waren unter anderem Jakob Mühleisen an der Gitarre und sein musikalischer Partner Tom Hauser am Kontrabass zuständig, die mit eingängigen Songs unterstrichen, dass sie zur 1. Liga der Singer/Songwriter*innen in Deutschland gehören. Mit Ritchy Fondermann an E-Gitarre und Mikro gab es dann auch rockigere Töne – und Protestsongs.

Ritchy Fondermann (an der Gitarre) lieferte den passenden Soundtrack zur „Feuerfrei mit Kartoffelbrei!“-Aktion von Ole Plogstedt (Mitte).

Ritchy Fondermann (an der Gitarre) lieferte den passenden Soundtrack zur „Feuerfrei mit Kartoffelbrei!“-Aktion von Ole Plogstedt (Mitte).

Die wiederum leiteten zu einem mit großer Spannung erwarteten Programmpunkt über: „Feuer frei mit Kartoffelbrei!“ hatte „Rote Gourmet Fraktion“-Gründer Ole Plogstedt verkündet – und machte im „Alten Clubheim“ des Museums-Foyers ernst. Sind Kunstwerke wichtiger als das Klima? Sind die Proteste der „Letzten Generation“ zu heftig – oder vielleicht noch viel zu mild?

Auch FCSP-Präsident Oke Göttlich beteiligte sich an der Diskussion – und griff zum Kartoffelbrei.

Auch FCSP-Präsident Oke Göttlich beteiligte sich an der Diskussion – und griff zum Kartoffelbrei.

„Ich finde die Aktionen der Letzten Generation in den Museen treffend“, so Ole Plogstedt im Interview. „Ein historisches Kunstwerk in einem Museum soll für alle nachfolgenden Generationen geschützt werden, während das Überleben der nachfolgenden Generationen durch nicht ausreichende Klimaschutzmaßnahmen aufs Spiel gesetzt wird: Finde den Fehler!“

Großes Besucher*innen- und Medieninteresse an der Aktion von Ole Plogstedt und seinem Team.

Großes Besucher*innen- und Medieninteresse an der Aktion von Ole Plogstedt und seinem Team.

Besucher*innen (unter ihnen auch FCSP-Präsident Oke Göttlich) bedienten sich nicht nur beim eigens gekochten mehrfarbigem Karfoffelbrei aus „containerten“, also anderweitig weggeworfenen Lebensmittelresten und beschmissen einen Nachdruck der berühmten Van-Gogh-Sonnenblumen mit Verve – sie kamen auch ins Gespräch. Untereinander, mit Ole Plogstedt und seinem Team und mit Aktivist*innen der Letzten Generation, die sich im FC St. Pauli-Museum persönlich der Diskussion (Video) stellten.

Auch Aktivist*innen der Letzten Generation stellten sich der Diskussion mit Besucher*innen und Medien.

Auch Aktivist*innen der Letzten Generation stellten sich der Diskussion mit Besucher*innen und Medien.

Dabei wurde von allen Beteiligten aktiv umgesetzt, was dem FCSP-Museum von Anfang an wichtig war: Nicht nur ein Ort der Ausstellung zu sein, sondern ein Ort, der Menschen zusammenbringt, Brücken baut, Dialog und idealerweise auch gegenseitiges Verständnis ermöglicht.

An der 1910-Weinbar gab es für das Museumsteam mit seinen vielen ehrenamtlichen Unterstützer*innen von 18 bis 1 Uhr eine Menge zu tun.

An der 1910-Weinbar gab es für das Museumsteam mit seinen vielen ehrenamtlichen Unterstützer*innen von 18 bis 1 Uhr eine Menge zu tun.

Zumindest bei einer Reihe der Besucher*innen ist das in der „Langen Nacht“ gelungen: „Ich stand den Aktionen der ‚Letzten Generation‘ bisher skeptisch gegenüber“, so zum Beispiel eine anwesende Journalistin. „Nach der Aktion und den Gesprächen hier vor Ort habe ich meine Meinung geändert.“

_____

Links zum Thema:

Video der Letzten Generation über die LNDM-Aktion

YouTube-Kanal von Ole Plogstedt

Mitglied werden im FC St. Pauli-Museum

 

Text: 1910 e.V.

Fotos: Celina Albertz

Anzeige

Congstar