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4:1-Erfolg gegen Magdeburg - grandioser Jahresabschluss am Millerntor

Im letzten Spiel des Jahres konnte das ausverkaufte Millerntor noch einmal jubeln und damit einen großartigen Abschluss des zweiten Halbjahres feiern. Durch die Tore von Nehrig (16.), Knoll (59., FE.) und Diamantakos (63., 90.+3) gewannen die Boys in Brown am Sonnabend (22.12.) mit 4:1 gegen den 1. FC Magdeburg. Was für ein Fest!

Im Vergleich zum 2:0-Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth änderte Chefcoach Markus Kauczinski die Startelf auf zwei Positionen. Für den verletzten Jeremy Dudziak begann Kapitän Bernd Nehrig von Anfang an. Eine Reihe dahinter kehrte Philipp Ziereis in die Innenverteidigung zurück neben Christopher Avevor. Für ihn wich Florian Carstens zurück auf die Bank. Ansonsten sollten es die gleichen Jungs wie in der Vorwoche richten und für einen positiven Jahresausklang gegen den Aufsteiger sorgen.

Dass auch die Gäste aus Sachsen-Anhalt unbedingt mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause wollten, zeigte sich bereits in den ersten Minuten der Partie. Mit frühem Pressing und hochstehenden Verteidigern wollten sie die Kauczinski-Elf in die eigene drängen. Dies gelang ihnen auch zunächst und so gehörte auch die erste Möglichkeit der Partie der Elf von Michal Oenning. Nach einem Steilpass tauchte Felix Lohkemper vor Robin Himmelmann auf und zog mit dem zweiten Ballkontakt ab. Da der Winkel relativ spitz war, hatte unser Torhüter wenig Probleme den Schuss zur Ecke zu parieren. Diese blieb aber folgenlos (8.).

Großartige Folgen hatte dagegen der Freistoß von Marvin Knoll in der 16. Spielminute. Von der rechten Seite zog er den Ball wie am Schnürchen in den Strafraum der Gäste und fand den Kopf von Bernd Nehrig. Unser Kapitän ging auf Kniehöhe zum Ball und erwischte Keeper Alexander Brunst auf dem falschen Fuß – 1:0 für die Boys in Brown. Um ehrlich zu sein war es die erste gefährliche Szene vor dem Kasten des FCM, doch danach fragt ja ehrlicherweise auch keiner.

Kurz darauf war einmal kollektives Durchatmen angesagt. Nach einer Ecke der Magdeburger köpfte Tobias Müller den Ball am zweiten Pfosten in die Maschen und drehte jubelnd ab. Doch sein Gegenspieler Luca Zander blieb blutend am Boden liegen und nach einer kurzen Beratung zwischen Schiedsrichter Daniel Schlager und seiner Assistentin Katrin Rafalski entschieden die Offiziellen auf Stürmerfoul (21.). Rechtsverteidiger Zander konnte nach einer kurzen Behandlungspause mit Uli-Hoeneß-Gedächtnis-Turban weiterspielen.

Ebenfalls behandelt werden musste Henk Veerman in der 30. Minute. Nach einem Zweikampf blieb unser Stürmer verletzt liegen und musste behandelt werden. Zu allem Überfluss zeigte Schiedsrichter Schlager unser Nummer 25 auch noch die Gelbe Karte. Das Spiel ging erstmal ohne ihn weiter und in Unterzahl mussten die Boys in Brown den Ausgleich hinnehmen. War der ersten Treffer der Magdeburger noch zurückgepfiffen worden, stand es in der 35. Minute dann aber 1:1. Christian Beck setzte sich nach einer Flanke im Strafraum im Kopfballduell durch und verlängerte auf Michael Niemeyer, der am zweiten Pfosten einschob.  Mit Wiederanpfiff kam Dimitrios Diamantakos für den verletzten Veerman in die Partie (36.)

In der Folge blieb es bis zum Halbzeitpfiff beim 1:1-Unentschieden. Es war ein Spiel der unterhaltsameren Sorte.

 

 

Sami Allagui feiert Torschütze Bernd Nehrig in der 16. Spielminute

Sami Allagui feiert Torschütze Bernd Nehrig in der 16. Spielminute

Konnte Luca Zander nach dem Zweikampf in der 21. Minute noch weiterspielen, war für den Rechtsverteidiger nach der Halbzeit Schluss. Für ihn kam Florian Carstens in die Partie. Dieser Wechsel zog auch eine Systemumstellung nach sich. Die Kiezkicker agierten ab der 46. Minute mit einer Dreierkette.

Es dauerte etwas mehr als zehn Minuten, bis die Partie an Fahrt aufnahm. Erst verzog Lohkemper nach Vorlage von Beck aus knapp zehn Metern (56.). Weitaus erfolgreicher war auf der anderen Seite Marvin Knoll aus elf Metern! Nach einem klaren Foul an Nehrig trat unser defensiver Mittelfeldspieler zum Strafstoß an und hämmerte die Kugel in die Maschen (59.). Und als ob der Start in die zweite Hälfte noch nicht gut genug gewesen wäre, durfte das Millerntor nur vier Minuten später gleich noch einmal jubeln. Mit einem klasse Ballgewinn im Mittelfeld leitete Nehrig den Konter ein. Nach ein paar Metern folgte ein präziser Pass in den Laufweg von Diamantakos, der seinen Gegenspieler mit Ball abschüttelte und alleine vor Brunst auftauchte. Der Rest war für die Nummer 18 nicht mehr all zu schwer (63.).

Nach dem dritten Treffer gingen des die Kiezkicker etwas ruhiger an und überließen den Gästen die Kontrolle über das Spielgerät. Dass die Magdeburger aus der optischen Überlegenheit keinen Profit schlagen konnten, lag an der konzentrierten Defensivleistung der Kauczinski-Elf, die gleichzeitig auf ihre Chance wartete, um mit einem weiteren Treffer den Deckel auf die Partie zu legen (70.).

Es dauerte bis zur dritten Minute der Nachspielzeit, bis wieder etwas Nennenswertes auf dem Rasen passierte. Mit dem Schlusspfiff machte Diamantakos nach Vorlge von Sami Allagui seinen zweiten Treffer und markierte den 4:1-Endstand. Kurz darauf war Feierabend am Millerntor. Was für ein herrlicher Abschluss eines großartigen zweiten Halbjahres. Der Rest an diesem Nachmittag war Roar.  

 

FC St. Pauli

Himmelmann – Zander (46. Carstens), Avevor, Ziereis, Kalla - Knoll, Nehrig (76. Zehir) - Miyaichi, Allagui, Møller Dæhli – Veerman (36. Diamantakos)

Cheftrainer: Markus Kauczinski

 

1. FC Magdeburg

Brunst - Brégerie, Erdmann, Müller – Laprevotte (70. Rother), Preißinger, Bülter, Niemeyer (80. Hammann), Türpitz (70. Costly) -Beck, Lohkemper

Cheftrainer: Michael Oenning

 

Tore: 1:0 Nehrig (16.), 1:1 Niemeyer (35.), Knoll (FE., 59.), Diamantakos (63., 90.+2)  

Gelbe Karten: Veerman, Nehrig / Erdmann, Costly

Schiedsrichter: Daniel Schlager

Zuschauer: 29.546 (ausverkauft)

 

(lf)

Fotos: Witters

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