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Lienen vor Heidenheim: „Die Jungs sind bereit, alles zu geben“

Zwei Tage vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim (Freitag, 28.4., 18:30 Uhr) stellte sich Ewald Lienen den Fragen der Hamburger Pressevertreter. Dabei äußerte sich der 63-Jährige zunächst zur personellen Situation, ehe er sich natürlich auch dem kommenden Gegner widmete.

„Wir sind angeschlagen aus dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf gegangen“, beklagte Lienen. Ob Bernd Nehrig (Einblutung im Kreuzbein-Darmbein-Gelenk) und Jeremy Dudziak (Schulterluxuation) gegen den 1. FC Heidenheim mit von der Partie sein werden, bleibt abzuwarten. Das Duo konnte bislang nur individuell und somit noch nicht wieder mit den Teamkollegen trainieren. „Für Jerry und Bernd wird es jeweils noch einen Belastungstest geben und dann werden wir schauen, ob sie diesem Stand halten können“, verriet Lienen. Neben Nehrig und Dudziak kehrte auch Kapitän Sören Gonther (Schlag auf die Wade) nicht unversehrt nach Hamburg. „Sören ist inzwischen ohne Beschwerden und konnte problemlos wieder mittrainieren. Alle anderen Spieler sind fit, nur Joel Keller wird krankheitsbedingt fehlen", so der FCSP-Coach abschließend zur personellen Situation.

Drei Siege in Folge konnten die Braun-Weißen zuletzt für sich verbuchen, beim zurückliegenden 3:1-Erfolg in Düsseldorf rüttelte die Kiezkicker aber erst der 0:1-Rückstand wach. „Wir haben uns fußballerisch zuletzt nicht mit Ruhm bekleckert. Das war aber auch nicht das Thema. Es waren Überlebensspiele, in denen es darum ging, Punkte zu holen“, betonte Lienen, der mit Blick auf den jüngsten Sieg bei der Fortuna hinzufügte: „Wir hatten in Düsseldorf auch Glück, dass sie sich selbst geschwächt haben“, gestand der 63-Jährige angesichts der beiden Platzverweise für die Fortuna ein.

Aber: Lienen hat eine Entwicklung seiner Mannschaft in den letzten Wochen ausgemacht: „Die Jungs sind bereit, alles zu geben. Die Einstellung und die Energie haben gestimmt. Das ist die Basis. Es geht nicht immer darum, guten Fußball zu zeigen.“ Auf die Frage, ob zwei Siege aus den letzten vier Partien den sicheren Klassenerhalt bedeuten, entgegnete Lienen: „Es macht überhaupt keinen Sinn darüber nachzudenken, wie viele Punkte zum Klassenerhalt reichen. Wir müssen uns auf uns und das nächste Spiel konzentrieren. Hochrechnungen sind da nur kontraproduktiv und rauben Energie. Es geht darum, das nächste Spiel erfolgreich zu gestalten.“

Am Freitagabend erwarten die Kiezkicker den aktuell siebtplatzierten FCH am Millerntor. „Heidenheim hatte punktetechnisch eine schwierige Rückrunde“, merkte der 63-Jährige an. So konnten die Schwaben seit dem Jahreswechsel lediglich elf Zähler auf ihrem Konto verbuchen. Dennoch warnte Lienen: „Heidenheim ist eine gestandene Mannschaft - sowohl in der Defensive als auch in der Offensive.“ Lobende Worte fand der Cheftrainer der Braun-Weißen für Marc Schnatterer, den Kapitän der Heidenheimer. „Er ist die Seele des Spiels. Er geht mit seiner Bissigkeit und einer Einstellung in jedes Spiel, als wäre es sein letztes.“ Die besondere Stärke des FCH konnte Lienen bereits ausmachen: „Sie haben ein sehr variables Flügelspiel.“

Von seinen Schützlingen forderte der 63-Jährige bedingungslose Laufbereitschaft und Aggressivität. „Wir sind am Freitag auf alles eingestellt und wissen, dass wir alles geben müssen, um unseren Weg weitergehen zu können.“

 

(jka)

Foto: Witters

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