{} }
Zum Inhalt springen

5:0 gegen den KSC - Kiezkicker zaubern sich von den Abstiegsrängen

Runter von den Abstiegsrängen! Die Kiezkicker haben zum Abschluss des 22. Spieltags der 2. Bundesliga einen grandiosen 5:0-Erfolg über den Karlsruher SC eingefahren. Von Beginn an dominierten die Boys in Brown das Geschehen und gingen durch einen Treffer von Mats Møller Dæhli (12.) verdient in Führung. Nach dem Seitenwechsel verzauberte die Lienen-Elf die 29.073 Zuschauer am Millerntor-Stadion und Waldemar Sobota (50.) und ein lupenreiner Hattrick (!) von Aziz Bouhaddouz (52., 58., 79.) vollendeten einen denkwürdigen braun-weißen Montagabend.

In der Montagspartie gegen den Karlsruher SC wollten die Kiezkicker die Abstiegsränge unbedingt verlassen und das Sechs-Punkte-Spiel für sich entscheiden. In der Startformation tauschte Cheftrainer Ewald Lienen auf zwei Positionen durch. Zum einen ersetzte Kapitän Sören Gonther Lasse Sobiech, der unter der Woche krankheitsbedingt nicht alle Einheiten absolvierte. Außerdem kehrte Mats Møller Dæhli zurück in die Elf und Johannes Flum bekam nach der hohen Belastung in den letzten Wochen eine Verschnaufpause.

Die Kiezkicker kamen mit unglaublichen Siegeswillen in die Begegnung und erspielten sich gleich mehrere Torgelegenheiten. Das erste Zeichen setzte Møller Dæhli, dessen Abschluss knapp über den Kasten ging (3.). Damit aber nicht genug: Auch nach den ersten Standardsituationen war es zweimal der aufgerückte Marc Hornschuh, dessen Kopfball zunächst in den Armen von Dirk Orlishausen (5.) und dann im Seitenaus landete (11.). Das Tor lag regelrecht in der Luft und war im Anschluss dann die logische Konsequenz aus der bärenstarken Anfangsphase. Cenk Sahin dribbelte seinen Gegenspielern davon und schlenzte das Leder gegen den Pfosten, wo Møller Dæhli dankend zur braun-weißen Führung abstaubte (12.).

Nun zeigten sich auch erstmals die Gäste aus Karlsruhe gefährlich. Moritz Stoppelkamp erwischte eine Kugel perfekt aus der Drehung und prüfte Philipp Heerwagen, der zur Ecke parierte (17.). Die Boys in Brown verfügten aber weiterhin über die Kontrolle in der Partie und versuchten spielerische Lösungen zu finden, um zu einem weiteren Treffer zu kommen. Bei teilweise traumhaften Kombinationen fehlte häufig nur der letzte Pass, der keinen Abnehmer fand. Die dickste Gelegenheit in dieser Phase hatte aber die Elf von Mirko Slomka, doch Heerwagen rettete überragend nach einer Ecke gegen einen Kopfball von Bjarne Thoelke (36.).

Ansonsten fand der KSC aus dem Spiel heraus zu wenig Ideen und Lösungen, um den Rückstand zu egalisieren. Die Braun-Weißen lauerten hingegen auf die nächste Möglichkeit und wollten schnell nach vorne kombinieren. Vor dem Halbzeitpfiff hatte die Lienen-Elf dann noch einen Kracher für die29.073 Zuschauer am Millerntor vorbereitet. Der wiedergenesende Møller Dæhli legte das Spielgerät exzellent ab auf Aziz Bouhaddouz, dessen pfeilschneller Abschluss von Orlishausen gerade so noch abwehrte (45.). Mit einer verdienten 1:0-Führung ging es für die Boys in Brown dann in die Kabine.

 

Verdiente Pausenführung! Die Kiezkicker hatten zur Pause alles im Griff und waren durch Møller Dæhli (12.) mit einem Tor in Front.

Verdiente Pausenführung! Die Kiezkicker hatten zur Pause alles im Griff und waren durch Møller Dæhli (12.) mit einem Tor in Front.

Das Geschehen nach Wiederanpfiff ähnelte dem Spielbeginn, wo die Braun-Weißen klar tonangebend waren. Denn die Kiezkicker kamen hungrig aus der Pause und setzten die Gäste mächtig unter Druck. Wieder war es Bouhaddouz, der eine scharfe Hereingabe von Christopher Buchtmann auf das Tor köpfte und wieder war es Orlishausen, der den Ball an den Querbalken lenkte (46.). Nur wenige Minuten später war der KSC-Schlussmann dann aber machtlos, der den Querpass von Sahin zwar noch verhinderte, doch die Kugel vor die Füße von Waldemar Sobota klatschen ließ und zum 2:0 vollendete (50.).

Die Elf aus dem Wildpark taumelte in dieser Phase nur noch über den Rasen und war sichtlich durch das erneute Gegentor geschockt. Die Braun-Weißen spielten sich hingegen regelrecht in einen Rausch und legten nach. Nach einer Flanke von Sobota stand Bouhaddouz am zweiten Pfosten goldrichtig und erhöhte um einen weiteren Treffer (52.). Die Kiezkicker schienen sich den ganzen Frust aus der Hinrunde und nach dem späten Ausgleich in Bielefeld von der Seele zu spielen und stürmten weiter auf Orlishausen zu. Sahin avancierte zum dreifachen Torvorlagengeber und bediente Bouhaddouz, der auf das leere Tor das Leder nur noch einschieben musste (58.). 4:0 - das Millerntor war verzaubert.

Langsam erholten sich auch die Karlsruher von dem Dreifachschlag der Kiezkicker und zeigten sich wieder in der Vorwärtsbewegung. Aber auch Heerwagen bewies zwischen den Pfosten, dass die Braun-Weißen in ihrer kompletten Mannschaftsleistung sich diese 4:0-Führung verdient hatten und blieb überragender Sieger gegen zwei Diamantakos-Abschlüsse (66., 78.). Seine Vorderleute kombinierten weiter ehrgeizig nach vorne und wollten weiter nachlegen und es schien ihnen alles zu gelingen. Bouhaddouz will zunächst noch uneigennützig auf Thy abgeben, doch bekommt den Ball wieder vor die Füße und überhebt Orlishausen unwiderstehlich (79.). Lupenreiner Hattrick! Die restliche Spielzeit spielte die Lienen-Elf dann mit weiteren gefährlichen Szenen souverän in Richtung Schlusspfiff, nach welchem die 29.073 Zuschauer mit tosendem Applaus und Jubel die Braun-Weißen in Richtung der nächsten wichtigen Aufgabe bei 1860 München verabschiedeten.

 

FC St. Pauli

Heerwagen – Dudziak, Hornschuh, Gonther, Buballa – Sahin (75. Kalla), Nehrig (70. Thy), Buchtmann, Sobota – Bouhaddouz, Møller Dæhli (63. Flum)

Cheftrainer: Ewald Lienen

 

Karlsruher SC

Orlishausen – Bader, Thoelke, Jordi Figueras, Kempe (46. Mavrias) – Prömel, Meffert – Yamada (53. Hoffer), Stoppelkamp - Diamantakos, Mugosa (61. Mehlem)

Cheftrainer: Mirko Slomka

 

Tore: 1:0 Møller Dæhli (12.), 2:0 Sobota (50.), 3:0 Bouhaddouz (52.) , 4:0 Bouhaddouz (58.), 5:0 Bouhaddouz (79.)

Gelbe Karten: Sahin / Kempe

SR: Günter Perl

Zuschauer: 29.073

 

(ms)

Foto: Witters

Anzeige

Congstar
Under Armour
Astra
Levi's
Under Armour
bwin
Jack Daniel's