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"Da werden viele geile Spiele dabei sein"

Der erste Neuzugang unserer Kiezkicker war zum Wochenstart gefragt - und zwar Lars Ritzka von den Hamburger Journalist*innen. In einer Presserunde nahm sich der von Drittligst SV Verl ans Millerntor gewechselte Linksverteidiger am frühen Montagnachmittag (21.6.) viel Zeit, um nicht nur über seine ersten Eindrücken von Hamburg und Teamkollegen zu sprechen. Der 23-Jährige äußerte sich auch über...

...Vorfreude oder Anspannung vor Saisonbeginn: "Also erstmal ist es definitiv die Vorfreude, die überwiegt. Letzte Saison hieß es schon, dass es die beste 3. Liga ist, in der ich dann gespielt habe. Das hört man jetzt auch in Bezug auf die kommende Saison in der 2. Liga. Klar, es sind einige Hochkaräter dabei, die mit Sicherheit auch hoch wollen. Deshalb überwiegt bei mir die Vorfreude. Da werden viele geile Spiele dabei sein." 

…die Aufnahme in die Mannschaft und den bisherigen Kontakt zu Kiezkickern: "Weil man mit dem Fußball eine riesen Gemeinsamkeit hat, versteht man sich sehr schnell mit allen. Verglichen mit einer Schulklasse ist das etwas anders. Durch die große Gemeinsamkeit beim Fußball kommt man direkt gut zurecht. Philipp Ziereis kannte ich bereits. Wir zusammen haben mit Tjorben Uphoff, der auch mal beim FC St. Pauli gespielt hat, einen gemeinsamen Freund. Wir selbst hatten uns aber noch nicht gesehen. Ansonsten hat man gegen ein paar Jungs wie Jakov Medić, Etienne Amenyido und Daniel-Kofi Kyereh ja auch schon gespielt. Da kennt man sich dann auch ein bisschen."

…seine bisherige Laufbahn: "Ich habe ganz früh mit vier Jahren beim TSV Limmer angefangen. Da war es noch eine eher familiäre Geschichte mit meinem Bruder und meinem Vater. Dann ging es in der U12 zu Hannover 96, zur U16 wieder nach Limmer und ab der U17 dann bis zur U21 wieder bei Hannover."

...seine Zeit bei Hannover 96 und den Wechsel zum SC Verl: "Ich habe einige Testspiele für das Profiteam bestritten und mittrainiert. Einmal habe ich es auch in den Kader für ein Ligaspiel geschafft. Das war aber alles auch immer ein wenig vom Trainer abhängig. Ich war dann zum Schluss wieder vermehrt in der U21 aktiv und wir haben uns beidseitig dann darauf verständigt, dass ein weiteres Jahr bei der U21, bzw. U23 dann keinen Sinn mehr macht und so kam dann der Wechsel zu Verl zustande."

…die besondere Motivation vor dem Test gegen Hannover 96: "Viele kenne ich aus der Mannschaft nicht mehr unbedingt. Linton Maina kenne ich aber und das bereits aus der Jugend. Viele sind aber neu, deswegen ist da nicht mehr die enge Bindung da zu dem Team."

…den Vergleich mit Steven Cherundolo und dessen Karriere-Weg: "Ich habe mich persönlich immer als soliden Spieler gesehen und mich da ein wenig mit Steven Cherundolo von Hannover verglichen. In der Jugend war das immer der optimale Weg, aus dem Jugendbereich den Sprung in das Profiteam zu schaffen und möglichst bei einem Verein zu bleiben und nicht immer hin und her zu wechseln. Cherundolo war einer, der immer solide Leistungen gebracht hat. Er war zwar nicht der beste Fußballer, er wurde aber immer geschätzt und gemocht und ist nach der Karriere in den Trainerbereich gegangen. Ich könnte mir auch vorstellen, nach der Karriere einen Trainerjob anzufangen."

…die Attraktivität der Liga: "Die Traditionsvereine werden durch die Fans gelebt. Wenn wieder Fans ins Stadion dürfen, freue ich mich, wieder vor vollem Haus zu spielen - egal gegen wen es geht. Ich bin überzeugt, dass unsere Fans gut Stimmung machen, wenn sie dürfen."

…Mitkonkurrent Leart Paqarada auf der Linksverteidiger-Position: "Das Verhältnis ist auf jeden Fall noch gut (lacht). Konkurrenz wird man im Profifußball immer haben. Jeder will spielen, das ist klar. Im Hinterkopf sollte man immer behalten, dass es um die Mannschaft geht. Wenn es für mich für die erste Elf reicht, dann freue ich mich und natürlich ärgere ich mich, wenn mein Konkurrent die Nase vorn hat. Das ist aber dann auch für mich persönlich der Anspruch, dass ich eben noch besser werden muss."

…mögliche weitere Positionen: "Die letzten Jahre habe ich immer als Linksverteidiger gespielt. Ganz früher habe ich noch offensiver angefangen. Ab der Jugend aber immer permanent als linker Verteidiger. Falls es nötig ist, würde ich auch einen passablen Innenverteidiger geben. Für die offensive linke Seite fehlt mir noch die Torgefahr."

...den letztjährigen Achtelfinaleinzug im DFB-Pokal mit Verl: "Als Mannschaft haben wir gut funktioniert und eine gute Mannschaftsleistung gegen den FC Augsburg und Holstein Kiel gebracht. Vorab hätte das so keiner gedacht. Auch wenn nur 5.000 Zuschauer*innen dabei waren, war es eine super Atmosphäre. Umso schöner wäre es jetzt, wenn wieder mehr dabei sein dürfen. Darauf freu ich mich jetzt natürlich in der kommenden Saison sehr."

…sein Lehramtsstudium neben dem Profifußball: "Ich kam in Hannover schon nach der Schule auf die Idee, dass ich gerne Wissen vermitteln, in einer Gruppe arbeiten und Hilfen geben möchte. Die Fächer sind Sport und Mathe. Sport erklärt sich von selbst. Mathe lag mir in der Schule immer und in Hannover habe ich mich dann eingeschrieben, um zu sehen, wie mir das liegt. Nach dem Wechsel zum SC Verl habe ich das dann in Bielefeld fortgesetzt. Mit dem Aufstieg in den Profifußball musste ich das dann aber pausieren, da eine Anwesenheitspflicht besteht und das war so mit dem Profifußball nicht zu vereinbaren. Ich könnte mir vorstellen, das Studium wieder weiterzuführen, das hängt aber auch ein wenig von der Karriere ab."

 

(ch)

Fotos: FC St. Pauli

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