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Workshop "Soziale Medien": "Aufklärung betreiben und dabei den Zeitgeist treffen“

Soziale Medien können Karrieren beeinflussen. Für einige positiver, für andere aber auch negativer Natur. Und deswegen ist es unserem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) besonders wichtig, dass seine Talente von der U12 bis zur U23 in einem Workshop über die Möglichkeiten und Risiken von Instagram, Facebook, Snapchat & Co. aufgeklärt werden.

Für diese Workshopreihe hat sich das NLZ externe Unterstützung an die Kollaustraße und den Brummerskamp geholt. Axel Dittmann und Alex von Kuczkowski betreiben einen eigenen Podcast ("Einfach gemacht"), bei dem sie sich mit Social Media beschäftigen und sind in ihrem Berufsleben in unterschiedlichsten Bereichen der Medienbranche tätig.

"Soziale Medien sind kein Trend, sondern unser Alltag", sagt die Pädagogische Leiterin Stephanie Goncalves Norberto. "Als NLZ wollen wir die Jungs damit nicht alleine lassen und ihnen nicht nur die Chancen, sondern auch die Risiken vermitteln. Dafür haben wir zwei Experten zwei altersentsprechende Workshops konzeptionieren lassen."

NLZ-Leiter Roger Stilz und die Pädagogische Leiterin Stephanie Goncalves Norberto mit den beiden Referenten Axel Dittmann und Alex von Kuczkowski.

NLZ-Leiter Roger Stilz und die Pädagogische Leiterin Stephanie Goncalves Norberto mit den beiden Referenten Axel Dittmann und Alex von Kuczkowski.

Die beiden Referenten binden die Nachwuchskicker in ihren Vortrag mit ein. Sie verschaffen sich aber auch einen Überblick über das Nutzerverhalten der Kiezkicker. Bei der U16 sind vor allem WhatsApp, Instagram, Snapchat, YouTube aber auch "neuere" Plattformen wie TikTok oder Twitch beliebt. Weniger Facebook. Ein einprägender und treffender Begriff ist die "Head-Down-Generation", weil der Blick auf das kleine Display nach unten gerichtet ist.

Während des Vortrags haben die St. Paulianer ihre Handys auf einem Tisch abgelegt. Zwischendurch blinken die Smartphones. Push-Nachrichten. Wie die Nutzungs-Fragerunde herausstellt, verbringen alle im Raum mehrere Stunden am Tag im Internet und senden im Schnitt zwischen 30 bis 40 WhatsApp-Nachrichten.

"Wir sehen es als unsere Pflicht an, den Jungs im Umgang mit sozialen Medien Unterstützung zu bieten. Aufklärung zu betreiben und dabei den Zeitgeist zu treffen", sagt NLZ-Leiter Roger Stilz. "Wir wollen Themen schwerpunktmäßig bespielen und schulen, die über die Leistung auf dem Platz hinausgehen." Der Workshop soll Social Media aber auch nicht verteufeln. Es birgt Möglichkeiten und Risiken. Einige Spieler stellen über ihre Kanäle eine exklusive Nähe zu ihren Fans her. Andere erfahren über Nacht unerwartete Prominenz wie Sandhausen-Mittelfeldspieler Rurik Gislason bei der Weltmeisterschaft 2018. Auf der anderen Seite vergisst das Netz nicht. Und was die Jungs heute posten, könnte sie schon morgen wieder einholen.

Ein bekanntes Beispiel aus dem Profisport, das auch Dittmann und von Kuczkowski ihren den Jungs vorführten, ist der spanische Fußballer Junior Firpo. Der heute 23-jährige beleidigte im Alter von 15 Jahren seinen heutigen Mitspieler und Weltfußballer Lionel Messi via Twitter. Nachdem der Linksverteidiger im Sommer von Betis Sevilla zu den Katalanen wechselte, konfrontierten einige aufmerksame Journalisten den Neuzugang mit seinen damaligen Tweets. Eine Situation, der er gerne aus dem Weg gegangen wäre. Eine Situation, in die unsere Nachwuchsspieler hoffentlich nie kommen werden.

 

(ms)

Fotos: FC St. Pauli

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