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„Wir müssen unseren Weg weitergehen, denn er ist der richtige“

Für Hauke Wahl wird das Heimspiel gegen Holstein Kiel ein ganz besonderes, trifft er am Sonntag (17.9., 13:30 Uhr) doch auf seinen Ex-Club. Der Innenverteidiger nahm sich nach dem Training am Dienstag (12.9.) viel Zeit für die Fragen der anwesenden Medienvertreter*innen und sprach u.a. über...

...den Kontakt nach Kiel: „Der besteht noch immer. Ich war fünf Jahre in Kiel und habe einige Freunde in Kiel, mit denen ich im regelmäßigen Austausch bin. In dieser Woche ruht das Telefon aber. Ich schaue immer nach Kiel und wenn's passt, dann schaue ich mir ein Spiel auch an.“

...das Duell gegen den Ex-Club: „Es ist natürlich ein besonderes Spiel für mich, Kiel war in die vergangenen fünf Jahren mein Verein und ich komme aus der Jugend. Ich freue mich sehr auf das Spiel. Für mich zählt jetzt nur St. Pauli. Ich will das Spiel unbedingt gewinnen und die für mich ersten drei Punkte zuhause holen.“

...den eigenen Saisonstart: „Wir machen es spielerisch sehr gut, erarbeiten uns viele Chancen und lassen hinten wenig zu. Trotzdem ist die Punkteausbeute nicht die, die wir haben wollen. Aus den vier Unentschieden hätten wir auch zehn oder zwölf Punkte holen können. Punktemäßig sind wir etwas hinten dran. Wir müssen unseren Weg weitergehen, denn er ist der richtige. Es fehlte bislang immer nur ein Quäntchen, um die Spiele auch zu gewinnen.“

...den Saisonstart der Kieler: „Sie haben schon zwölf Zähler aus fünf Spielen geholt - das ist schon ein sehr guter Saisonstart. Wirklich beurteilen kann ich Kiels Start aber nur von den Punkten her und nicht vom Spielerischen. Dafür schaue ich die Spiele doch zu unregelmäßig.“

...Kiels Offensive und Mittel dagegen: „Wir müssen weiterhin aktiv gegen den Ball sein. Die Jungs, die bei uns vorne gespielt haben, haben einen extrem guten Job erledigt und es uns hinten leichtgemacht. Daran müssen wir festhalten. Wir haben schon gegen andere Mannschaften gezeigt, dass wir defensiv stabil sein können.“

...die Verletzung von Jackson Irvine: „Es war natürlich eine schlechte Nachricht, die uns ereilt hat. Es ist nicht schön, wenn sich der Kapitän bei einem Länderspiel verletzt. Wir haben einen großen Kader, genügend Qualität und gute Jungs hinten dran, die zeigen können, dass man auf sie zählen kann. Da mache ich mir keine Sorgen.“

...ein möglicher Einsatz im defensiven Mittelfeld: „Ich kenne die Gedanken des Trainers nicht. Das werde ich in den nächsten Tagen sehen. Ich will spielen, ob als Innenverteidiger oder in der Mitte. Für mich ist es einfach wichtig, auf dem Platz zu stehen. Wenn der Trainer meint, dass für mich eine andere Position die richtige ist, dann spiele ich sie.“

...das Derby-Heimspiel im DFB-Pokal der Frauen und die Lust auf die Torhymne 'Song 2' nach zuletzt zwei torlosen Remis am Millerntor: „Das war ein sehr besonderer Abend, das Spiel habe ich mir nicht nehmen lassen. Als feststand, dass unser Testspiel ausfällt, habe ich mir sofort Karten besorgt. Es war ein toller Abend für alle. Es hat unfassbar viel Spaß gemacht zuzuschauen. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich es Simon Zoller oder einem Kumpel gesagt habe, dass der Fluch gebrochen ist, als unsere 1. Frauen das Tor am Millerntor geschossen haben. Jetzt sind wir dran.“

...seine bisherigen Duelle mit Kiel gegen den FC St. Pauli: „An alle Ergebnisse kann ich mich nicht erinnern, es war aber immer was los. Kiel und St. Pauli stehen für offensiv ausgerichteten Fußball, speziell in den letzten Jahren. Es ging immer heiß her, beide Mannschaften denken inzwischen aber defensiver als noch vor ein paar Jahren, wobei das letzte Spiel ja auch 3:4 ausgegangen ist. Es ist die zweite Liga und da kann alles passieren.“

...die Favoritenrolle: „Wir gehen in das Spiel und wollen es gewinnen. Da ist es mir egal, ob wir oder Kiel der Favorit ist.“

...seine Erwartungen mit dem Wechsel ans Millerntor: „Die wurden komplett übertroffen. Das Pokalspiel der Frauen ist sinnbildlich für den Verein. Ich habe den Verein richtig kennengelernt, er hat richtig Wucht. Es macht einfach unfassbar viel Spaß und bin sehr glücklich, für diesen Verein zu spielen. Ich sage das nicht, um mir Sympathien zu erschleichen. Ich fühle das wirklich und sage das häufig auch meiner Frau. Ich bin glücklich und ich denke, dass man mir das auch ansieht.“

 

(hb)

Fotos: Witters

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