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Takeover: Arbeitskreis Kick the borders

Ob auf der Straße, in der Bahn oder bei der Jobsuche: Rassismus tritt überall auf. Nicht nur im Alltag gibt es Rassismus, auch die europäische Abschottungspolitik führt vor Augen, dass Rassismus in unseren politischen Systemen tief verwurzelt ist. Wir finden es infolgedessen wichtig, Rassismus als Phänomen der Gesellschaft sichtbar zu machen – ob in seiner strukturellen, institutionellen, individuellen oder diskursiven Form.

Am heutigen Dienstag (27.4.) übernehmen wir als Arbeitskreis "Kick the borders", wovon wir als Ultrá Sankt Pauli ein Teil sind, für einen Tag die Social-Media-Kanäle des FC St. Pauli. An diesem Tag erzählen vor allem Betroffene von ihren rassistischen Erfahrungen und Erlebnissen, aber auch Unterstützer*innen berichten von ihrer antirassistischen Arbeit.

In einem ersten Schritt gibt uns Rechtsanwältin Anette Schmidt eine Einführung in das Thema "Flucht und Rassismus". Anette führt u.a. alle 14 Tage die kostenlose anwaltliche Rechtsberatung für Geflüchtete in den Fanräumen im Millerntor-Stadion durch. Außerdem stellt sich das Café Exil in einem Beitrag vor. Sie unterstützen kostenlos und ehrenamtlich Geflüchtete und Migrant*innen durch persönliche Beratungen im Café, Begleitungen zu den entsprechenden Behörden und sprachliche Vermittlung.

Wir finden es vor allem wichtig und notwendig, dass Betroffene Raum bekommen, um über Rassismus und Rassismus-Erfahrungen zu sprechen, damit diese Erfahrungen auch für andere begreifbar werden. In mehreren Videos erzählen Menschen, die gemeinsam mit uns ins Stadion gehen oder auf andere Art und Weise mit dem FC St. Pauli verbunden sind, über rassistische Erfahrungen und Erlebnisse in ihrem Alltag und was diese für ihr Leben bedeuten.

Daran anschließend kommen verschiedene Stimmen aus St. Pauli zu Wort, von Menschen, die im Stadtteil leben, arbeiten und sich engagieren. Und die von der rassistischen Praxis der Polizei betroffen sind! Diese Stimmen sind Teil eines Audiowalks gegen rassistische Polizeigewalt, auf den wir gerne an dieser Stelle noch einmal verweisen.

Zum Abschluss des Tages werden Menschen, die sich zurzeit in Krisengebieten aufhalten, vom Alltag und der Lebensrealität an den EU-Außengrenzen berichten.

Wir möchten mit diesem Tag deutlich machen, dass Rassismus von uns allen entschieden zurückgewiesen werden muss, wir klar Stellung beziehen und uns mit Betroffen solidarisieren müssen. Wir wollen gemeinsam mit euch für eine solidarische Welt kämpfen, in der Rassismus keinen Platz hat!

 

Foto: Witters

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