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FCSPasseiertal Tag 4: Powered by plants

Im Leistungssport spielt die richtige Ernährung eine zentrale Rolle, so auch im Trainingslager des FC St. Pauli im Passeiertal. Einige Athlet*innen setzen mittlerweile auf eine ganz überwiegend oder komplett pflanzliche Ernährung. Bei St. Pauli zieht Torhüter Dennis Smarsch seine Power vor allem aus Pflanzen.

Heute dürfen die Spieler des FC St. Pauli regenerieren. Am Vortag stand am Nachmittag eine stabile Krafteinheit auf dem Programm, dazu Sprintübungen und Stabilitätstraining. Darauf folgt nun der erste trainingsfreie Tag für unsere Kicker im Passeiertal. Eine glänzende Gelegenheit, um die Angebote im Hotel auszukosten: Entspannen in Pool und Sauna, ein bisschen Dehnen im Garten, von den Physios durchkneten lassen - und natürlich neue Energie tanken durch gesundes Essen. Das Hotel Bad Fallenbach bietet dafür ein reichhaltiges Buffet, die Spieler können zwischen Suppen, Salaten, Vollkornnudeln, Kartoffeln, Hähnchen, Fisch, gebratenem Tofu und Seitan auswählen. Dazu gibt es stets frisches Obst sowie Wasser und Säfte.

Torhüter Dennis Smarsch setzt nicht nur im Passeiertal auf eine überwiegend pflanzliche Ernährung. Reicht das für einen Leistungssportler denn, um die notwendigen Proteine und Vitamine zu bekommen? „Ich ernähre mich ganz überwiegend pflanzlich – und ich fühle mich so fit wie noch nie“, sagt Dennis. Insbesondere bei der Regeneration habe er das Gefühl, dass pflanzliche Ernährung helfe, schneller wieder fit zu werden. Dazu kommt die bessere Verträglichkeit im Gegensatz zu tierischen Produkten wie Kuhmilch und Fleisch.

Keeper Dennis Smarsch mit guter Laune

Keeper Dennis Smarsch ernährt sich überwiegend pflanzlich und fühlt sich damit fit wie noch nie.

Das Thema Ernährung spielt im Team eine große Rolle, erzählt Athletiktrainer Christoph Hainc Scheller, der seit 2017 beim FC St. Pauli ist. Filme wie „The Game Changers“, in dem eine rein pflanzliche Ernährung beworben wird, spielten dabei eine große Rolle. In dem Film soll gezeigt werden, dass pflanzliche Ernährung für Sportler*innen immense Vorteile habe. Allerdings könne man das nicht pauschal auf alle Athletinnen und Athleten übertragen, betont Christoph. Man müsse individuell schauen, wer was brauche. „Dafür werden Blutuntersuchungen gemacht und die Werte analysiert. Klar ist, dass die Jungs auf ihre Ernährung achten.“ Ob Menschen sich nun als vegan, vegetarisch oder als „Fleischesser“ einsortieren: Insgesamt sei ein klarer Trend zu beobachten – weniger tierische Speisen, mehr pflanzliche Nahrung, sagt Christoph: „Insbesondere bei der Milch spricht viel für pflanzliche Varianten – von der Bekömmlichkeit bis hin zum Fettanteil.“

Und wie hält es der Berliner Dennis Smarsch mit der berühmten Currywurst, die in der Hauptstadt – zumindest angeblich - erfunden wurde? „Ich bin ohnehin kein großer Fan davon“, erklärt er.  Smarsch macht keinen Hehl daraus, dass es ihm vor allem um seine Fitness geht. Dafür hat er sich intensiv mit dem Thema Ernährung beschäftigt, dabei seine eigenen Verhaltensmuster reflektiert und hinterfragt. „Früher war es für mich völlig normal, viel Fleisch zu essen und Kuhmilch zu trinken.“ Das sei halt normal gewesen. „Aber wer legt fest, was normal ist?“, fragt Dennis. Gleichzeitig macht er aber auch deutlich, dass er niemanden bekehren möchte. „Wie man sich ernährt, muss jeder für sich entscheiden.“

Dennis hat die Entscheidung für sich getroffen – er holt sich seine Power vor allem aus Pflanzen. Das gilt dann auch bei dem Ausflug, den das Team heute Abend unternimmt: Gemeinsam essen die Jungs auf einer Berghütte im Passeiertal, bevor am Donnerstag (7.7.) dann die nächste Trainingseinheit auf dem Programm steht. Ausgeruht und topfit.

Der FC St. Pauli bedankt sich beim Tourismusverband der Gemeinde St. Leonhard in der Region Passeiertal für die Gastfreundschaft.

Der FC St. Pauli bedankt sich beim Tourismusverband der Gemeinde St. Leonhard in der Region Passeiertal für die Gastfreundschaft.

(pg)

Fotos: Witters

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