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Kiezbeben-Geschichten: Der Aufstieg vor dem Aufstieg

Auf über 600 Quadratmetern zeigt "KIEZBEBEN  – die zweite Geburt des FC St. Pauli", wie der FC St. Pauli wurde, was er heute ist. Der Betreiberverein 1910 e.V. hat die Ausstellung im FC St. Pauli-Museum bis 5. Oktober verlängert und eine große Umfrage zur Dauerausstellung gestartet (wir berichteten: KLICK!). Einige der schönsten KIEZBEBEN-Stories erzählen wir hier auf fcstpauli.com. Diesmal geht es um einen Aufstieg, der oft im Schatten des berühmten Erstliga-Aufstiegs von 1988 steht – und doch ebenso entscheidend dazu beitrug, die Vereinsgeschichte für immer zu verändern.

1985 ist der FC St. Pauli noch Drittligist. In Braunschweig verlieren Dahms, Bargfrede, Golke & Co. vor 400 Zuschauern mit 1:2 gegen die Amateure der Eintracht. Doch meistens gewinnen sie: 3:0 in Havelse. 2:0 in Hummelsbüttel. 4:1 gegen Olympia Wilhelmshaven, mit 1.800 zahlenden Gästen am Millerntor. Nur gegen Meppen ist nicht mehr drin als zwei Unentschieden. (Unser Foto oben zeigt Hansi Bargfrede beim 3:1 im Heimspiel gegen den TSV Havelse am 20.3.1986 – wie man sieht: Ergebnis und Platzverhältnisse top!)

Smells like team spirit: André Golke, Jürgen Roloff, Rüdiger „Sonny“ Wenzel und Michael Dahms (v.l.n.r.).

Smells like team spirit: André Golke, Jürgen Roloff, Rüdiger „Sonny“ Wenzel und Michael Dahms (v.l.n.r.).

Es ist trotzdem mehr als genug: In der Abschlusstabelle und in der anschließenden Aufstiegsrunde steht der FC St. Pauli am Ende auf Platz 1. Und sichert sich schon am vorletzten Spieltag gegen Rot-Weiß Essen den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Diesmal kommen 9.100 Fans. Mehr als seit vielen Jahren. Sie sehen, wie Klaus Thomforde beim Stand von 2:0 einen Elfmeter von Michael Tönnies hält. Und Jürgen Gronau mit dem 3:0 alles klar macht. Das Finale der Aufstiegsrunde 1985/86 gegen den SC Charlottenburg Berlin ist sportlich bedeutungslos.

Stadionzeitung zum Aufstiegsspiel gegen Schöppingen. Nur wenige hundert Meter vom Millerntor entfernt hält die Polizei an diesem Tag über 800 Atomkraftgegner im „Hamburger Kessel“ an der U-Bahn Feldstraße fest. Im Stadion findet das zu diesem Zeitpunkt keinen Widerhall.

Stadionzeitung zum Aufstiegsspiel gegen Schöppingen. Nur wenige hundert Meter vom Millerntor entfernt hält die Polizei an diesem Tag über 800 Atomkraftgegner im „Hamburger Kessel“ an der U-Bahn Feldstraße fest. Im Stadion findet das zu diesem Zeitpunkt keinen Widerhall.

Trainer Michael Lorkowski nutzt die Chance, um einem jungen Vorstopper sein erstes und einziges Pflichtspiel in der 1. Mannschaft des FC St. Pauli zu ermöglichen. Sein Name ist Helmut Schulte – und niemand ahnt, dass der junge Mann schon bald als Trainer Furore machen wird.

Denn erst einmal kommt ein anderer: Nach Saisonende wechselt Aufstiegstrainer Lorkowski zu Holstein Kiel. Seinen Nachfolger Willi Reimann (bis 1981 HSV-Profi, zuletzt Coach bei Altona 93) begrüßen Nordkurven-Fans mit einem zünftigen "Willi, du Arschloch"...

Die Ausstellung KIEZBEBEN ist bis einschließlich 5. Oktober immer Do+Fr von 16 bis 22 und Sa+So von 11 bis 19 Uhr im FC St. Pauli-Museum in der Gegengerade geöffnet.

Die Ausstellung KIEZBEBEN ist bis einschließlich 5. Oktober immer Do+Fr von 16 bis 22 und Sa+So von 11 bis 19 Uhr im FC St. Pauli-Museum in der Gegengerade geöffnet.

Wollt Ihr mehr über die Aufstiege von 1986 und 1988 erfahren – und entdecken (oder nochmals erleben), was daraus wurde? Dann nichts wie hin in die über 600 Quadratmeter große Ausstellung im FC St. Pauli-Museum!

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KIEZBEBEN. Die Ausstellung. Donnerstag und Freitag von 16 bis 22 Uhr sowie Sonnabend und Sonntag von 11 bis 19 Uhr, FC St. Pauli-Museum, Heiligengeistfeld 1.

Weitere Infos:

 

Text: 1910 e.V.

Fotos: Moenkebild im Archiv 1910 e.V.

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